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NEUE ARZNEISTOFFE

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Almotriptan, Almogran® – gegen Migräne

Seit Mitte März steht mit Almotriptan von Bayer Vital in Deutschland ein neues Medikament gegen Migräne zur Verfügung. Almotriptan ist ein selektiver Serotonin-Rezeptor-Agonist. Almotriptan ist zur Behandlung akuter Migränekopfschmerzen mit und ohne Aura zugelassen.

 

Die Substanz wirkt wie ihre Vorgänger Sumatriptan, Zolmitriptan, Naratriptan und Rizatriptan als Agonist selektiv an den Serotonin(5-HT)-Rezeptoren. Der genaue Wirkungsmechanismus der Triptane ist noch unbekannt. In-vitro-Versuche weisen darauf hin, dass die Stimulation der Rezeptor-Subtypen des Serotonins dazu führt, dass sich bestimmte Hirngefäße zusammenziehen. Almotriptan hemmte in vitro zudem entzündliche Prozesse in der Hirnhaut.

 

Alle genannten Triptane wirken etwa gleich selektiv. Unterschiede in der Wirkung ergeben sich vermutlich nur aus der abweichenden Pharmakokinetik. Almotriptan besitzt im Vergleich zu den anderen peroralen Triptanen die höchste Bioverfügbarkeit. Bei 25 Milligramm beträgt sie 69 Prozent und bei 12,5 Milligramm sogar 80 Prozent. Die hohen Werte sind wahrscheinlich durch die relativ ausgeprägte Lipophilie des Moleküls bedingt. 

 

Die neue Arzneisubstanz wurde an mehr als 700 Patienten erprobt. Höhere Dosen als 12,5 oder 25 Milligramm brachten keine Verbesserung der Wirkung. Die Schmerzlinderung setzte durchschnittlich 30 Minuten nach Einnahme der Substanz ein. 60 bis 70 Prozent der Probanden, die Almotriptan erhielten, berichteten von einer Schmerzlinderung, in der Placebogruppe 30 bis 40 Prozent. Almotriptan linderte die typischen Symptome einer Migräne wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Nur in einer einzigen Studie wurde Almotriptan mit einem anderen Triptan, dem Sumatriptan verglichen. In punkto Schmerzlinderung waren 12,5 und 25 Milligramm Almotriptan 100 Milligramm Sumatriptan ebenbürtig. Bevor Almotriptan endgültig in die Gruppe der Triptane eingeordnet werden kann, bedarf es noch weiterer vergleichender Studien. 

 

Das Nebenwirkungsprofil von Almotriptan ähnelt dem der anderen Triptane. Im Vergleich zu Sumatriptan führt Almotriptan seltener zu kardiovaskulären Nebenwirkungen. Dennoch ist der neue Wirkstoff wie seine Vorgänger kontraindiziert bei ischämischen Herzkrankheiten. sowie schwerer Hypertonie. 

 


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