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Botulinumtoxin Typ B, NeuroBloc® – gegen Schiefhals Das Bakterium Clostridium botulinum produziert sieben verschiedene Serotypen des extrem giftigen Botulinumtoxins (Typ A bis G). Therapeutisch wurde bislang nur das Toxin vom Typ A genutzt. Unter dem Namen NeuroBloc® hat das Unternehmen Elan Pharma jetzt ein Toxin vom Typ B eingeführt. NeuroBloc® ist wie das Typ-A-Präparat beim so genannten Schiefhalssyndrom (zervikale Dystonie) indiziert. Diese Erkrankung ist eine Bewegungsstörung, bei der die Bewegungen willkürlich auftreten und zu einer abnormen Haltung oder tonischen sowie phasischen Muskelkontraktionen führen können.
Botulinumtoxin vom Typ B blockiert die Impulsübertragung von den Nerven auf die Muskelzellen und lähmt so die quergestreifte Muskulatur. NeuroBloc® darf nur von erfahrenen Ärzten direkt in den betroffenen Muskel gespritzt werden. Die Dosis und die Häufigkeit der Injektionen müssen individuell angepasst werden. Das Toxin darf keinesfalls in die Blutgefäße gelangen. Der behandelnde Arzt sollte berücksichtigen, dass Tage vergehen können, bis der Patient auf die Therapie anspricht. Eine Wiederholung der Injektion ist in der Regel erst nach drei bis vier Monaten erforderlich. Kürzere Abstände sollten vermieden werden, da sich die Therapie schwer steuern lässt und die Patienten zudem Antikörper gegen das Toxin bilden.
In zwei klinischen Studien wurde NeuroBloc® an knapp 200 Patienten mit Schiefhalssyndrom geprüft. Eine der Studien wurde nur mit Patienten durchgeführt, die auf das Toxin vom Typ A nicht mehr ansprachen. In beiden Studien verminderte NeuroBloc® signifikant die Schmerzen sowie die Behinderung und die Stärke der Muskelkontraktionen. Die mittlere Wirkdauer betrug 12 bis 16 Wochen. Häufigste Nebenwirkungen waren Mundtrockenheit und Dysphagien, die jedoch nur schwach ausgeprägt waren. 
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