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Levocetirizin, Xusal® - ein AntihistaminikumDas neue Antihistaminikum von UCB Pharma ist altbekannt: Levocetirizin ist das R-Enantiomer von Cetirizin, das als Racemat seit langem in Deutschland im Handel ist (Zyrtec®). Die antihistaminerge Wirkung besitzt nur das R-Enantiomer. So verwundert es nicht, dass von Levocetirizin im Vergleich zu Cetirizin nur die halbe Dosis benötigt wird, um eine ähnliche Wirkung auf die Haut und die Schleimhäute der Nase zu erzielen. Zugelassen ist der neue Arzneistoff zur Behandlung der saisonalen und der ganzjährigen allergischen Rhinitis sowie der chronischen Urtikaria.
Jugendliche ab zwölf Jahren und Erwachsene nehmen einmal täglich 5 mg. Bei eingeschränkter Nierenfunktion müssen die Dosierungsintervalle verlängert werden. Levocetirizin wird schnell und vollständig resorbiert. Da es nur zu einem geringen Teil metabolisiert wird und nicht mit CYP-Isoenzymen interagiert, sind Wechselwirkungen unwahrscheinlich. Levocetirizin wird vorwiegend über die Nieren ausgeschieden.
Studien, in denen die Haut künstlich durch Histamingaben gereizt wurde, ergaben, dass die perorale Gabe von 2,5 mg Levocetirizin die Bildung von Quaddeln und Rötung in gleicher Weise verhinderte wie 5 mg Cetirizin. Der neue Arzneistoff war anderen Antihistaminika, zum Beispiel Ebastin, Fexofenadin, Loratadin oder Mizolastin, ebenbürtig oder überlegen. Provokationstests bei Hausstaubmilben-Allergikern zeigten, dass Levocetirizin Rhinorrhöe, Juckreiz der Nase und Niesreiz bremst. In klinischen Studien mit Rhinitis-Patienten waren 5 mg Levocetirizin pro Tag 10 mg Cetirizin äquivalent. Leichte sedierende Effekte wie Schläfrigkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit traten bei Levocetirizin häufiger (10,2 Prozent) auf als bei Placebo (4,4 Prozent).
Schwangere sollen kein Levocetirizin einnehmen. Auch während der Stillzeit dürfen Frauen den neuen Arzneistoff nicht anwenden, da er in die Muttermilch übergeht.

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