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MabCampath® - gegen Chronisch Lymphatische Leukämie Seit August 2001 wird auch in Deutschland Alemtuzumab unter dem Namen MabCampath® zur Therapie von Patienten mit Chronisch Lympathischer Leukämie (CLL) vertrieben. Mit dem neuen Arzneistoff von MedacSchering dürfen nur Patienten behandelt werden, die bereits Alkylantien erhielten und die auf die Therapie mit Fludara® nicht ansprachen. Das gentechnisch hergestellte Alemtuzumab ist ein monoklonaler Antikörper. Es bindet spezifisch an ein Protein (CD52), das in großer Zahl auf der Oberfläche von leukämischen und gesunden Leukozyten vorkommt. Die genaue Funktion des Antikörpers ist noch nicht geklärt. Nach dem Andocken an das Protein gehen jedoch die entarteten Blutzellen zu Grunde.
Die Chronisch Lympathische Leukämie ist die weltweit häufigste Leukämie-Form bei Erwachsenen. Alleine in Europa sind circa 60.000 Menschen betroffen. Die Krankheit verläuft meist über Jahre schleichend. Zunächst leiden die Patienten unter Müdigkeit und sind besonders anfällig für Infekte. Später schwellen die Lymphknoten sowie Milz und Leber an. Charakteristisch für CLL ist das vermehrte Auftreten von unreifen weißen Blutkörperchen.
Drei klinische Studien dokumentieren die Wirksamkeit von MabCampath®. Die meisten CLL-Patienten hatten zuvor Alkylantien erhalten und sprachen auf Fludara® nicht mehr an. Die partielle Remissionsrate unter Alemtuzumab lag im Schnitt bei 30 Prozent und die mittlere Überlebenszeit bei 16 Monaten. Dennoch konnten in einer Studie nur ein Bruchteil, bei den beiden anderen gar keine Patienten völlig geheilt werden.
Leider geht der Erfolg mit teils drastischen Nebenwirkungen einher, da der Antikörper nicht nur entartete, sondern auch gesunde Leukozyten eliminiert. Auf Grund der Immunsuppression stehen Infektionen und Blutbild-Veränderungen im Vordergrund. Daher darf MabCampath® nur von erfahrenen Ärzten verabreicht werden. Der Hersteller empfiehlt ein genau definiertes Therapie-Schema. Die Einzeldosen müssen jeweils über zwei Stunden intravenös verabreicht werden. Prophylaktisch sollten die Patienten Antihistaminika, Analgetika, Antibiotika und Virustatika erhalten.
Trotz der gravierenden Nebenwirkungen eröffnet Alemtuzumab in der Leukämietherapie neue Möglichkeiten, besonders für die Patienten, die auf andere Pharmaka nicht mehr ansprachen. 
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