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Bonoq® - ein Breitspektrum-Antibiotikum Seit Anfang November 2001 steht mit Gatifloxacin von Grünenthal ein neues Fluorochinolon als Breitspektrum-Antibiotikum zur Verfügung. Bonoq® enthält Filmtabletten mit 400 mg und Bonoq® Uro mit 200 mg Gatifloxacin. Es gehört wie sein Vorgänger Moxifloxacin in dieselbe Gruppe der Chinolone, die neben gramnegativen und grampositiven Bakterien wie Streptokokken, Staphylokokken, Enterokokken und Pneumokokken auch Anaerobier und atypische Mikroorganismen wie Chlamydien und Mycoplasmen erfassen. Wie alle Chinolone wirkt Gatifloxacin bakterizid.
Die 200 mg-Tablette ist zugelassen zur ein- bis dreitägigen Therapie unkomplizierter Harnwegsinfekte sowie zur Eintages-Therapie der Gonorrhöe, einer Geschlechtskrankheit Die höher dosierte Arzneiform wird eingesetzt zur Behandlung von schweren Atemwegsinfektionen wie einer ambulant erworbenen Lungenentzündung, einer chronischen Bronchitis mit einer akuten Verschlechterung und einer akuten Entzündung der Nasennebenhöhlen, außerdem bei komplizierten Harnwegsinfekten und einigen Haut- und Weichteil-Infektionen. Je nach Schweregrad der Erkrankung dauert die Therapie 5 bis 14 Tage.
Vergleichsstudien zeigten, dass die einmal tägliche Gabe von 400 mg Gatifloxacin ebenso wirksam war wie eine Standardtherapie, zum Beispiel mit Clarithromycin (zweimal 500 mg), Amoxicillin (dreimal 1000 mg) oder Amoxicillin plus Clavulansäure (dreimal 625 mg). Bei Gonorrhöe wirkten 400 mg und 600 mg Gatifloxacin ebenso gut wie 400 mg Ofloxacin.
Gatifloxacin wird einmal täglich unabhängig von der Nahrung eingenommen. Es wird gut resobiert, die absolute Bioverfügbarkeit liegt bei 100 Prozent. Ein Großteil des Wirkstoffs wird unverändert über die Nieren ausgeschieden. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz muss die Dosis daher reduziert werden. Die Nebenwirkungen entsprechen denen anderer Gyrasehemmer; beobachtet wurden zum Beispiel Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und Benommenheit. 
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