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NEUE ARZNEISTOFFE

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Relpax® - gegen Migräne

Das Pharma-Unternehmen Pfizer vermarktet seit Mitte Februar sein Migräne-Medikament Eletriptan (Relpax®) auch in Deutschland. Damit stehen inzwischen sechs Triptane zur Migränebehandlung zur Verfügung. Die Filmtabletten mit 20 und 40 mg sind zur Therapie akuter Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit und ohne Aura zugelassen. Der Wirkmechanismus an den Serotonin-Rezeptoren ist derselbe wie bei den Vorgängersubstanzen. Der neue Arzneistoff ist sehr lipophil und überwindet damit besser die Blut-Hirn-Schranke. Die Bioverfügbarkeit von Eletriptan liegt mit 50 Prozent im mittleren Bereich. Maximale Plasmakonzentrationen werden nach etwa einer Stunde erreicht. Die Plasmahalbwertszeit liegt bei vier Stunden.

 

In einer doppelblinden placebokontrollierten Multicenterstudie mit 1151 Patienten linderten Einzeldosen von 40 und 80 mg Eletriptan innerhalb von zwei Stunden nach Einnahme effektiv den Migräneschmerz. 80 mg Eletriptan halfen in einer placebokontrollierten doppelblinden Vergleichsstudie mit 692 Patienten signifikant besser gegen den Kopfschmerz als 100 mg Sumatriptan.

 

Wissenschaftler der Universität Leiden verglichen in einer Meta-Analyse die Daten zur Wirksamkeit verschiedener Triptane aus insgesamt 53 Studien. Fazit: Sämtliche peroral verfügbaren Triptane sind vergleichbar effektiv und gut verträglich. Den dauerhaftesten Therapie-Erfolg versprechen 10 mg Rizatriptan, 12,5 mg Almotriptan und 80 mg Eletriptan.

 

Ein Pluspunkt für Eletriptan ist seine günstige Pharmakokinetik. Bei einem Anfall empfiehlt der Hersteller eine Initialdosis von 40 mg. Wenn diese Dosis nicht wirkt, der Patient die Tablette jedoch gut verträgt, sollte er beim nächsten Anfall die Einzeldosis auf 80 mg erhöhen.

 

Migräniker über 65 und unter 17 Jahren sollten Eletriptan nicht einnehmen, da noch zu wenig Erfahrungen bei diesen Altersgruppen vorliegen. Kontraindiziert ist das neue Triptan bei Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck, koronaren Herzkrankheiten, peripheren Gefäßerkrankungen und ischämischen Anämien in der Vorgeschichte.


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