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Ebastel® - gegen Heuschnupfen Rechtzeitig zur Heuschnupfensaison kam Anfang März ein weiteres Antiallergikum in die deutschen Apotheken. Das Antihistaminikum Ebastin stammt aus der Forschungsabteilung des spanischen Konzerns Almirall Prodesfarma und ist in Spanien bereits seit Anfang der 90er-Jahre verfügbar. In Deutschland wird Ebastel® vom Kooperationspartner Bayer Vital vermarktet.
Der Wirkstoff ist zur symptomatischen Behandlung der saisonalen und ganzjährigen allergischen Rhinitis mit oder ohne Bindehautentzündung sowie zur Linderung der Quaddelbildung bei Urtikaria zugelassen. Ebastin verhindert die typischen, durch Histamin bedingten Reaktionen wie die Gefäßerweiterung und die erhöhte Durchlässigkeit der Kapillaren.
Die Substanz wird rasch resorbiert und fast vollständig über das CYP3A4-Enzymsystem in den wirksamen Metaboliten Carebastin umgewandelt. Maximale Plasmaspiegel des Metaboliten werden nach 2,6 bis 4 Stunden erreicht. Der Wirkstoff und die Metaboliten werden zu 66 Prozent über die Nieren ausgeschieden. Patienten mit schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Kinder unter 12 Jahren dürfen das neue Antihistaminikum nicht einnehmen.
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Ebastin wurde in mehr als 40 Studien an über 8000 Patienten geprüft. Dabei linderte der Neuling in Dosierungen von 10 und 20 mg täglich signifikant besser die Symptome der allergischen Rhinitis als Placebo. In Vergleichsstudien waren Tagesdosen von 10 und 20 mg Ebastin der Dosis von 10 mg Cetirizin oder 10 mg Loratadin ebenbürtig.
Wie andere Antihistaminika der zweiten Generation überwindet Ebastin fast nicht die Blut-Hirn-Schranke. Damit sind unerwünschte zentrale Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Mundtrockenheit kaum zu erwarten. 
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