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Elidel® – gegen atopisches Exzem Seit 21. Oktober 2002 ist nach Tacrolimus (Protopic®) mit Pimecrolimus der zweite Vertreter der immunsuppressiv wirksamen Makrolide zur topischen Anwendung im Handel. Der neue Arzneistoff wird unter dem Handelsnamen Elidel® von Novartis Pharma als 1-prozentige Creme vermarktet. Er ist zur Kurzzeit- und intermittierenden Langzeitbehandlung für Patienten ab zwei Jahren zugelassen, die an leichtem bis mittelschwerem atopischem Ekzem leiden.
Pimecrolimus hemmt die Bildung und Freisetzung von entzündungsfördernden Zytokinen. Den antientzündlichen Effekt entfaltet der Wirkstoff in der Haut. Da er nur minimal resorbiert wird, löst er kaum lokale oder systemische Immunreaktionen aus. Daher schränkt die Zulassung weder Tagesdosis noch maximal behandelbare Fläche oder Therapiedauer ein. Die Creme kann auch im Gesicht, an Kopf und Nacken sowie in Hautfalten aufgetragen werden, jedoch nicht gleichzeitig mit anderen anti-entzündlichen Wirkstoffen wie Glucocorticoiden.
In Phase-II- und Phase-III-Studien wurden Patienten ab drei Monaten maximal ein Jahr lang behandelt. In zwei sechswöchigen Studien mit 186 Babys und Kleinkindern sowie 403 Kindern und Jugendlichen reduzierte Pimecrolimus Symptome und Juckreiz signifikant besser als die Cremegrundlage. Bereits in der ersten Woche besserte sich der Juckreiz bei 44 Prozent der Kinder und 70 Prozent der Kleinkinder signifikant. Bei Erwachsenen war Pimecrolimus schwächer wirksam als Betamethason-17-valerat in einer 0,1 prozentigen Zubereitung .
Zwei Studien mit 713 und 251 Patienten ergaben, dass der neue Arzneistoff in der Langzeittherapie die Krankheitsschübe signifikant reduzierte. Ein halbes und ein Jahr waren jeweils etwa doppelt so viele kleine Patienten frei von akuten Ekzemschüben als mit der Cremegrundlage (Beispiel: 61 versus 34 Prozent der Kinder; 70 versus 33 Prozent der Kleinkinder über sechs Monate). Außerdem sank der Gebrauch topischer Corticosteroide deutlich.
In einer Studie mit 192 Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Ekzem erlitt die Hälfte sechs Monate lang keinerlei Schübe mehr (24 Prozent unter Placebo). In der Langzeittherapie war Pimecrolimus bei Erwachsenen weniger wirksam als 0,1-prozentige Triamcinolonacetonid-Creme und 1-prozentige Hydrocortisonacetat-Creme.
Abgesehen von Brennen und Reizungen am Applikationsort ist das neue Topikum relativ gut verträglich. Es wirkt weder kontaktsensibilisierend noch phototoxisch oder -sensibilisierend und verursacht keine Hautatrophie. Da bei atopischem Ekzem in der Regel langfristig therapiert werden muss, lassen die vorliegenden Studien noch keine Aussagen über unerwünschte Langzeiteffekte an der Haut zu. Ebenso stehen direkte Vergleichsstudien zwischen Tacrolimus und Pimecrolimus aus. Sie könnten helfen, den Stellenwert der beiden Immunsuppressiva besser einzuschätzen. 
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