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Humira® – gegen rheumatoide Arthritis Unter dem Handelsnamen Humira® brachte der Hersteller Abbott den neuen Arzneistoff Adalimumab zur subcutanen Injektion in den Handel. Adalimumab ist ein rekombinanter humaner monoklonaler IgG1-Antikörper, der sich spezifisch gegen den bei einer rheumatoiden Arthritis übermäßig vorhandenen Tumornekrosefaktor alpha (TNF-a) richtet. Damit ist Adalimumab nach Infliximab (Remicade®), Etanercept (Enbrel®) und Anakinra (Kineret®) das vierte Basistherapeutikum gegen rheumatoide Arthritis. Adalimumab ist im Gegensatz zu Infliximab ein rein humaner Antikörper und besteht aus 1330 Aminosäuren.
Zugelassen ist Adalimumab zur Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat zur Basistherapie von Patienten mit rheumatoider Arthritis, die auf klassische Antirheumatika beziehungsweise andere Basistherapeutika unzureichend ansprechen. Auf Grund der Eliminationshalbwertszeit von 14 Tagen wird die subcutane Injektion von 40 mg alle zwei Wochen empfohlen. Zum Vergleich: Infliximab kann alle acht Wochen appliziert werden, Etanercept muss zweimal wöchentlich und Anakinra täglich gegeben werden.
In vier großen Doppelblindstudien mit circa 1400 Patienten wurde Adalimumab entweder nur mit Placebo oder mit Methotrexat und Placebo verglichen. Bezogen auf die ACR-Skala besserte Adalimumab je nach Dosierung bei 48 bis 67 Prozent der Patienten die Befunde um mindestens 20 Prozent, bei 32 bis 55 Prozent um mindestens 50 Prozent und bei 10 bis 27 Prozent um mindestens 70 Prozent. Mit Placebo betrugen diese Werte 15, 8 und 5 Prozent. Die besten Ergebnisse erzielte die 40-mg-Dosis. Außerdem zeigten die Studien, dass Adalimumab auch die Gelenkzerstörungen verzögert.
Insgesamt wurde der humane Antikörper relativ gut vertragen. Die meisten Nebenwirkungen waren lokaler Art wie Rötung, Schmerzen, Juckreiz und Schwellungen an der Einstichstelle. Adalimumab induzierte Autoantikörper, die selten zu einem lupusähnlichen Syndrom führten. Zudem wirkt der neue Arzneistoff immunsuppressiv, so dass das Infektrisiko steigt. Auch maligne Lymphome können auftreten: In den Studien war die Zahl der Lymphome ungefähr um den Faktor fünf erhöht. Wie alle TNF-a-Blocker kann auch Adalimumab eine Herzinsuffizienz verschlechtern. 
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