PZ-Akademie online
Sunstar Gum

NEUE ARZNEISTOFFE

Sie befinden sich hier: Themen / Arzneistoffe / Ausgabe 1/2001 / Levodropropizin, Levopront® – ein Antitussivum / 


Levodropropizin, Levopront® – ein Antitussivum

Ein alter Bekannter in neuem Gewand kam im Dezember 2000 auf den deutschen Pharmamarkt. Levodropropizin von Mack ist das S-Enantiomer von Dropropizin (Larylin®), das seit langem als Antitussivum im Handel ist. Wie Dropropizin ist Levodropropizin zugelassen zur symptomatischen Behandlung des Reizhustens. Im Gegensatz zu Larylin® darf Levopront® Saft jedoch bereits bei Kindern ab zwei Jahren angewendet werden, Larylin® erst ab 12.

 

Die empfohlene Dosierung für Erwachsene entspricht mit täglich 180 mg der des Racemats. Sie soll auf drei Gaben aufgeteilt und zwischen den Mahlzeiten maximal sieben Tage lang eingenommen werden. Kinder bis zwölf Jahre erhalten 3 mg/kg Körpergewicht als Tagesgesamtdosis. Die Halbwertszeit beträgt eine bis zwei Stunden. Die vorliegenden Unterlagen lassen keinen Vorteil von Levodropropizin gegenüber dem Racemat Dropropizin erkennen.

 

Eine italienische Studie verglich die Wirkung von Levodropropizin mit Dextramethorphan. Levopront verminderte die Häufigkeit und den Schweregrad von Hustenattacken ähnlich wie Dextramethorphan, war jedoch besser verträglich. Schläfrigkeit und Tagesmüdigkeit traten deutlich seltener auf. Gleiches ergab eine italienische Studie mit Kindern, die die Effekte von Enantiomer im Vergleich zum Racemat untersuchte. 

 

Gleichwohl kann der neue Hustensaft das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Alkohol verstärkt diesen Effekt. Autofahrer sollten darauf hingewiesen werden. Da der Saft mit PHB-Estern konserviert ist, kann er Allergien auslösen. Bei schwangeren und stillenden Frauen ist Levopront® kontraindiziert.


Zurück Nach oben
Startseite Kontakt Impressum