OTC-Analgetika: Packungsgrößen sollen begrenzt werden

Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht hat in seiner heutigen Sitzung empfohlen, die Packungsgrößen der freiverkäuflichen Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen künftig zu begrenzen. Darüber informiert das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einer Pressemitteilung.
Der Ausschuss folge mit seiner Empfehlung einem Antrag des BfArM, verschreibungsfrei erhältliche Packungen dieser Schmerzmittel auf eine maximale Therapiedauer von vier Tagen zu begrenzen. Größere Packungen sollen verschreibungspflichtig werden, damit Patienten bei einer Behandlungsdauer von mehr als vier Tagen den Arzt konsultieren sollten.
BfArM-Präsident Professor Dr. Walter Schwerdtfeger begrüßte laut Mitteilung das Votum des Sachverständigenausschusses als wichtigen Beitrag zur Stärkung des Verbraucherschutzes: «Für uns als Überwachungsbehörde steht außer Frage, dass eine übermäßige Anwendung von Schmerzmitteln im Einzelfall schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Dies hat die Auswertung wissenschaftlicher Studien ergeben. Risiken bestehen vor allem dann, wenn Schmerzmittel ohne ärztliche Kontrolle über mehr als vier Tage eingenommen werden.» Vielen Patienten seien diese Risiken nicht ausreichend bewusst. Eine Begrenzung der Packungsgrößen sei deshalb ein wichtiger Schritt für mehr Information und Sicherheit der Patienten.
26.06.2012 l PZ/BfARM
Foto: Fotolia/picsfive |  | 


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