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Was stimmt?
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6 Haarmythen im Check

Sonne, Salz und Chlor – alles schlecht für die Haare? Thymian-Öl soll hingegen dem Wachstum helfen. Manche meinen, sie wuchern besonders nach einer Rasur. Was davon an den Haaren herbeigezogen ist.
AutorKontaktdpa
Datum 31.07.2024  08:00 Uhr

Ob schwarz, braun oder rot, in glatt, gelockt oder kraus – der Mensch hat zwischen 80.000 und 120.000 Haare auf dem Kopf. Die Anzahl hängt von der Farbe ab – natürlich blonde Menschen führen das Rennen an. Im Sommer schirmen Haare vor allem die Kopfhaut vor Sonnenstrahlen ab. Allerdings sind sie auch selbst anfällig für Schäden. Manche raten zu besonderen Hausmitteln. Der Faktencheck klärt einige Mythen auf.

Behauptung: Tägliches Waschen macht die Haare fettig

Falsch! Das hängt vor allem von den Genen ab. Aber auch Ernährung und Hormone hätten Einfluss, erklärt Dermatologin Alice Martin. Die für die Fettproduktion verantwortlichen Talgdrüsen könne man weder an- noch abtrainieren. Viel eher entwickle man ein Gefühl, ob die Haare fettig seien oder nicht: »Man gewöhnt sich vor allem optisch dran.«

Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass mit jeder Wäsche der sogenannte Säureschutzmantel der Kopfhaut abgewaschen werde, erklärt Antonio Weinitschke vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks. Dadurch werde die Talgproduktion immer wieder angeregt. Ihm zufolge können manche Menschen durch größere Abstände der Haarwäschen die Rückfettung leicht verlangsamen. »Das hängt aber wirklich sehr speziell davon ab, wie viel Fett der Mensch produziert«, sagt Weinitschke.

Behauptung: Salz- und Chlorwasser schädigen das Haar

Stimmt zum Teil. Der Haarmediziner Andreas Finner sieht die Gefahrenquelle vor allem darin, dass Salz- und Chlorwasser die Haare spröder sowie stumpfer mache und sie damit anfälliger für Reibung seien. Sie könnten dann »mehr aneinander reiben oder auch an Bürsten oder auf dem Kissen«, erklärt Finner. Salzkristalle könnten zudem die Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas verstärken.

»Je nachdem wie stark Pools gechlort sind, kann das einen Grünstich im blonden Haar verursachen«, so Friseurmeister Weinitschke. Hoher Kupfergehalt im Chlorwasser kann eine solche Verfärbung hervorrufen. Das betreffe vor allem Blondierte, aber auch von Natur aus Hellblonde.

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