7 wichtige Punkte aus der neuen Leitlinie Bluthochdruck
Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin hat die erste Version der neuen Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Hypertonie veröffentlicht. Hier die wichtigsten Aussagen.
Schlägt die Therapie wie gewünscht an, sind Kontrollen beim Arzt nur einmal im Jahr nötig. / Foto: Getty Images/SARINYAPINNGAM
Die Diagnostik absichern
Ein auffälliger Blutdruckwert in der Praxis soll durch wiederholte Messung abgesichert werden. Zudem wird eine 24h-Langzeitblutdruckmessung empfohlen.
Individuelles Ziel
Bei Menschen mit Hypertonie sollen individuelle Therapieziele für den Blutdruck vereinbart werden.
Enges Monitoring
Wird die Therapiegeändert, soll das Ergebnis vier bis sechs Wochen später kontrolliert werden. Bei stabiler Einstellung reicht die Kontrolle einmal pro Jahr.
Medikament nach Komorbidität
Mittel der ersten Wahl sind ACE-Hemmer, Sartane, Calciumkanalblocker oder Thiazide oder thiazidartige Diuretika. Andere Wirkstoffe kommen bei Indikation wegen Komorbidität infrage. Bei mehreren Mitteln sind Fixkombis zu bevorzugen.
Bei Entgleisung zum Arzt
Bei Blutdruckwerten über 180/110 mmHg ohne akute Begleitsymptome erfolgt in der Praxis nach 30 Minuten in Ruhe eine zweite Messung. Sinken die Werte nicht, soll der Ärzte sie moderat mit Medikamenten senken, aber kurz wirkende sowie sublinguale Wirkstoffe nicht einsetzen.
Im Notfall direkt in die Klinik
Steigt der Blutdruck stark an und zeigen sich Symptome zum Beispiel eines Schlaganfalls, müssen Patienten sofort ins Krankenhaus.
Den Lebensstil anpassen
Patienten sollen ihren Lebensstil anpassen. Dazu gehört, weniger als sechs Gramm Kochsalz pro Tag aufzunehmen, sich zu bewegen, Gewicht zu reduzieren, nicht zu rauchen und Entspannung zu erlernen.