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Meditation
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Achtsam Schmerzen lindern

Bei der Behandlung von Schmerzen sind neben Medikamenten auch Strategien zum Stressabbau wie eine Achtsamkeits-Meditation hilfreich. Ob deren Wirkung spezifisch ist oder auf dem Placeboeffekt beruht, wollten Forscher der University of California in San Diego herausfinden.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 01.10.2024  12:00 Uhr

Sie teilten 115 Teilnehmer in vier Gruppen ein: Eine führte regelmäßig eine angeleitete Achtsamkeits-Meditation durch, bei der die eigenen Gedanken, Gefühle und Sinneswahrnehmungen bewusst beobachtet werden, eine andere Gruppe lauschte einem Hörbuch, die Teilnehmer der zwei weiteren Gruppen erhielten als Placebo eine wirkstofflose Salbe oder führten eine Scheinmediation mit Atemübungen durch. Vor und nach der Behandlung fügten die Forscher den Probanden einen Schmerzreiz an der Beinrückseite zu und führten währenddessen einen Hirnscan durch, um die Schmerzreaktion zu erfassen. Zudem befragten sie die Teilnehmer nach ihrem subjektiven Schmerzempfinden.

Sowohl die Placebo-Behandlungen als auch die Achtsamkeits-Meditation reduzierten den Schmerz, wobei die Meditation stärker wirkte. Diese dämpfte spezifisch die Aktivität in neuronalen Schaltkreisen, die mit der Verarbeitung von Schmerzreizen in Verbindung gebracht werden. Die Placebomethoden beeinflussten zwar ebenfalls die Hirnaktivität, nicht jedoch die Schmerzschaltkreise. »Indem wir bei der Meditation den Schmerz von unserem Selbst trennen und ihn nicht mehr bewerten, kann die Achtsamkeits-Meditation direkt beeinflussen, wie wir den Schmerz empfinden«, resümiert Seniorautor Fadel Zeidan.

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