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Depressionen bei Kindern und Jugendlichen
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Altersgerecht therapieren

Die Prävalenz von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die aktualisierte S3-Leitlinie berücksichtigt nun verstärkt individuelle Bedürfnisse in den verschiedenen Altersstufen in der Therapie.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 08.04.2026  12:00 Uhr

Erstmals spricht die Leitlinie, die die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am LMU Klinikum München im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (DGKJP) federführend überarbeitet hat, getrennte Empfehlungen für verschiedene Altersgruppen aus: Kinder von 3 bis 6 Jahren, von 7 bis 12 Jahren sowie Jugendliche von 13 bis 18 Jahren. Bei jüngeren Patienten gewinnen familienbasierte Verfahren an Bedeutung, etwa die familienbasierte interpersonelle Therapie bei Sieben- bis Zwölfjährigen oder die Parent-Child-Interaction-Therapy – Emotion Development (PCIT-ED) für Drei- bis Sechsjährige. 

Eine weitere wichtige neue Empfehlung: Junge Betroffene sollten unabhängig vom Schweregrad der Depression nach der fachärztlichen Diagnose immer behandelt werden. Stärkeres Gewicht haben ergänzende Maßnahmen wie Sport und Bewegung oder künstlerische Therapie bekommen.  

Psychotherapie wie die kognitive Verhaltenstherapie hat weiterhin Vorrang vor medikamentöser Behandlung. Gleichzeitig wurde das medikamentöse Therapiespektrum erweitert. Neben Fluoxetin empfiehlt die Leitlinie nun auch Sertralin und Escitalopram als Pharmakotherapie der ersten Wahl.

Zeitgleich wurde auch die Website www.ich-bin-alles.de des LMU Klinikums überarbeitet, die Depressionen altersgerecht erklärt.

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