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Müde, schlapp und kränklich
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An Nebennierenschwäche denken

Bei Stress – beispielsweise durch Infekte, Operationen oder intensive körperliche Belastung – sorgen die Nebennieren für die erforderliche zusätzliche Energie: Sie setzen Cortisol frei. Wird zu wenig dieses körpereigenen Hormons produziert, kann es schnell lebensbedrohlich werden. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) weist daher darauf hin, dass die rechtzeitige Diagnose einer Nebennierenschwäche lebensrettend sein kann.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 24.05.2023  14:15 Uhr
Ursachen für Nebennierenschwäche

Ursachen für Nebennierenschwäche

Ursachen für eine Nebennierenschwäche gebe es viele, so Petersenn. Die häufigste sei bei Erwachsenen eine autoimmun bedingte Entzündung der Nebennieren, wie etwa bei einer Autoimmunadrenalitis/Morbus Addison. Darüber hinaus könnten auch Erkrankungen von Hypothalamus und Hypophyse ursächlich sein und auf die Nebennieren ausstrahlen. »Dann fehlen die stimulierenden Hormone CRH (Corticotropin-releasing Hormone, aus dem Hypothalamus) und/oder ACTH (Adrenocorticotropes Hormon, aus dem Hypophysenvorderlappen)«, so Petersenn. Es könne jedoch auch vorkommen, dass die Nebennieren nach einer Langzeittherapie mit synthetischen Glucocorticoiden »verlernen«, selbst ausreichend Cortisol zu produzieren. Werde das Medikament zu rasch abgesetzt, fehle das Hormon. »Dies ist auch der Grund, warum man eine Cortisontherapie immer langsam ›ausschleichen‹ muss. Dann hat der Körper Zeit, die eigene Produktion wieder aufzunehmen.«

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