Dr. Google oder doch Beratung zu Erkältungen? Apothekerin teilt ihre Erfahrungen |
»Dank des Internets kennen sich Kundinnen und Kunden heute besser aus als vor 20 Jahren.« Die Apothekerin Dr. Kirsten Lennecke spricht im Interview darüber, wie die vermehrte Nutzung von digitalen Medien die Beratungsgespräche verändert und wie sie mit den damit verbundenen Herausforderungen umgeht am Beispiel von Erkältungsbeschwerden. Ihr Fazit: Fachwissen und eine Ansprache auf Augenhöhe sind wichtiger denn je.
Persönliche Beratung bleibt relevant
»Viele Kundinnen und Kunden kommen heute bereits gut informiert in die Apotheke – das macht die Beratung insgesamt anspruchsvoller.« Es sei ein fundiertes pharmazeutisches Wissen sowie eine breite Kenntnis der Produkte und Wirkstoffe gefordert, um gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse eingehen zu können. »Wir können nicht nur Werbetexte abspulen, sondern müssen gute wissenschaftliche Argumente haben.« Beratung bedeute immer, auf Bedürfnisse und Wünsche einzugehen. Dr. Lennecke sieht das Apotheken-Team vor Ort dabei als professionellen Ansprechpartner, der gemeinsam mit der Kundschaft nach der besten Lösung – und somit nach dem passenden Produkt für die Beschwerden – sucht.
Fundiertes Wissen ist gefragt
Apotheken bleiben eine wichtige Anlaufstelle bei Erkältungsbeschwerden.4 Die Zusammenarbeit mit den digitalen Medien kann in der Beratung zwar unterstützen und Prozesse erleichtern, gleichzeitig ist aber das verlässliche Fachwissen der Apotheken-Teams am Handverkaufstisch in Zeiten von Dr. Google oder ChatGPT wichtiger denn je.
Beschwerdebilder im Fokus
Ihr Vorgehen in Beratungsgesprächen richtet Dr. Lennecke nach den Leitlinien der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) aus. Meist reichen wenige gezielte Fragen nach den Beschwerden und Symptomen aus, um sicher zu gehen, ob und welche Selbstmedikation sinnvoll ist. Eine Erkältung zeige sich beispielsweise mit einem typischen Symptomverlauf: beginnend mit Halsschmerzen oder Schnupfen, über unproduktiven Reizhusten bis zum sogenannten produktiven Husten bei insgesamt nur leichtem Krankheitsgefühl.
Aspirin®: Erkältung fachkundig behandeln
Erkältung ist nicht gleich Erkältung. Dank seiner breiten Produktpalette mit bewährten und wissenschaftlich belegten Formulierungen kann der Apotheken-Klassiker Aspirin® in der Erkältungszeit schnell und gut helfen.
Bei ersten Erkältungsanzeichen eignet sich Aspirin® Plus C – es enthält neben der schmerzstillenden Acetylsalicylsäure (ASS), die auch entzündungshemmende Eigenschaften aufweist, zusätzlich Ascorbinsäure.2
Bei einem grippalen Infekt, der mit Schnupfen und Fieber einhergeht, empfiehlt sich ein Kombinationspräparat wie Aspirin® Complex mit ASS und Pseudoephedrin.3 Es befreit bei Erkältung schnell, effektiv und bis zu 6 Stunden4,5 von Kopf,- Hals,- Gliederschmerzen sowie Fieber und löst gleichzeitig die Verstopfung in Nase und Nebenhöhlen.
Literaturverzeichnis
1. Burghle A et al. (2020). Customers' information seeking behavior prior to community pharmacy visits: A community pharmacy survey. Res Social Adm Pharm. 2020;16(10):1442-1446
2. Fachinformation Aspirin® Plus C, Stand Oktober 2023.
3. Fachinformation Aspirin® Complex, Stand April 2024.
4. Ergebnisbericht Brennpunktwelle 3, Nielsen Consumer LLC, 2023: https://www.pharmadeutschland.de/index.php?id=1&type=565&file=redakteur_filesystem/public/Gesundheitsmonitor/2024Dez_GM_BPW3_Leichte_Gesundheitsstoerung_Kauf_Arznm.pdf (abgerufen am 24. September 2024)
5. Loose I, Winkel M. Arzneimittelforschung 2004, 54(9): 513-521.
6. Ergebnisbericht Brennpunktwelle 3, Nielsen Consumer LLC, 2023: www.pharmadeutschland.de/index.php le=reda kteur _ fi lesystem/public/Gesu ndheitsmon itor /202' (abgerufen am 24. September 2024)