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Protest für Honorarerhöhung
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Apotheken sollen am 23. März schließen

Es geht weiter mit neuen Apothekenprotesten: Das hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen. Hintergrund ist die Forderung nach einer Honorarerhöhung sowie die Kritik an bestimmten Punkten der geplanten Apothekenreform.
AutorKontaktPZ
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Datum 25.02.2026  15:00 Uhr

Das in der Apothekerschaft teils kritisch betrachtete Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) geht weiterhin den parlamentarischen Weg. Am Freitag, den 27. Februar, soll es zur ersten Lesung in den Deutschen Bundestag eingebracht werden. Parallel liegt eine zugehörige Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Notifizierung in Brüssel

Hauptkritikpunkte der Apothekerschaft sind die bislang ausbleibende Honorarerhöhung und die geplante PTA-Vertretung. Vor diesem Hintergrund soll es am 23. März, analog zu den Protesten im Jahr 2023, erneut Apothekenproteste geben – mit einem Unterschied: Statt mittwochs soll diesmal an einem Montag demonstriert werden. Die Apotheken sollen sich bundesweit durch Schließungen beteiligen, die Arzneimittelversorgung über die notdiensthabenden Apotheken sichergestellt werden. Außerdem werden die jeweiligen Landesapothekerverbände in den Städten Berlin, Hannover, München und Düsseldorf zentrale Kundgebungen sowie Demonstrationen organisieren, teilte die ABDA mit. 

»Wir wehren uns dagegen, dass die Apotheken kaputtgespart werden«, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis dazu in einer Pressemitteilung. »Unser packungsbezogenes Honorar wird von der Bundesregierung festgelegt. Der Koalitionsvertrag sieht eine Erhöhung der Vergütung von 8,35 auf 9,50 Euro pro Packung vor. Die Politik muss jetzt zu Ihrer Zusage stehen. Ohne Wenn und Aber.« Ansonsten werde sich die Schließungswelle ungebremst fortsetzen. Die Leidtragenden seien die Patientinnen und Patienten, die ohne Apotheke vor Ort in eine kritische Versorgungslage gerieten. »Das können wir uns nicht leisten, erst recht nicht mit Blick auf den demografischen Wandel und die erforderliche Krisenresilienz der Arzneimittelversorgung.«

Die ABDA-Mitgliederversammlung hat außerdem eine Resolution beschlossen – mit der Aufforderung an die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen, die Apotheken »unverzüglich wirtschaftlich zu stärken«. Außerdem warnt die Apothekerschaft vor »aktuellen systemgefährdenden Plänen«. Preis dazu: »Wir wehren uns gegen die Pläne, ›Apotheken ohne Apothekerinnen und Apotheker‹ zu etablieren. Eine Apotheke ohne ständig anwesende Apothekerin oder Apotheker ist ein gefährlicher Irrweg. Verlierer wären Patientinnen und Patienten und die Arzneimitteltherapiesicherheit.« 

Als Protestmaßnahme hat die ABDA bereits eine Petition gestartet, die Teil der Kampagne »Uns gibt es nicht zum Nulltarif!« ist. Im Rahmen der Kampagne wird seit Ende Januar in den Apotheken und auf öffentlichen Werbeflächen auf die chronische Unterfinanzierung der Apotheken hingewiesen. 

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