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Pharmazeutische Dienstleistungen
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Apotheker sind motiviert

Rund drei Viertel aller Apotheken planen, innerhalb der kommenden zwölf Monate pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) anzubieten. Davon geht die ABDA aufgrund einer Blitzumfrage unter 2145 Apothekenleitern und 965 angestellten Apothekern im September aus.
AutorKontaktWiebke Gaaz
Datum 10.11.2022  08:30 Uhr

Die Präsidentin der ABDA, Gabriele Regina Overwiening, freut sich laut einer Pressemitteilung der ABDA, dass »trotz der vielen anderen Aufgaben so viele Apothekenteams diese für die Patienten wertvollen Dienste in die Fläche bringen.« Konkret bieten bereits 45 Prozent der teilnehmenden Apotheken eine oder mehrere pDL an, je 40 Prozent zur Inhalationstechnik und zu Bluthochdruck. 32 Prozent beraten Patienten mit Polymedikation. Eine Betreuung für Patienten mit Antitumortherapie bieten 8 Prozent, für Organtransplantierte 6 Prozent der Apotheken.

Von den 55 Prozent der Apotheken, die im September noch keine Dienstleistungen anboten, wollen je ein Drittel die pDL zu Bluthochdruck, Inhalativa oder zur Polypharmazie einführen. Die beiden komplexeren pDL wollen die Apotheken laut Umfrage auch vermehrt anbieten mit 15 Prozent (Antitumortherapie) und 13 Prozent (organtransplantierte Patienten). Die Umfrage zeigte zudem, dass 22 Prozent der Apotheken die Dienstleistungen zwar planen, aber noch sondieren, welche es genau werden sollen.

Als Hauptgrund für die Einführung von pDL nannten vier von fünf Apothekern die verbesserte Versorgung der Patienten. Vor allem für angestellte Apotheker erhöhen sie die Attraktivität des Berufs: 65 Prozent der angestellten Apotheker waren dieser Meinung. Die Honorierung war dagegen nur für vier von zehn Befragten ein Argument pro pDL. Pharmazeutische Dienstleistungen können öffentliche Apotheken seit Juni 2022 anbieten und über die Krankenkassen abrechnen.

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