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Sonnenlicht
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Auch die Augen brauchen UV-Schutz

Was viele nicht wissen: Wer sich ungeschützt in die Sonne begibt, riskiert nicht nur Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung, auch die Augen sind empfindlich für Schäden durch UV-Strahlung – besonders die von Kindern und Jugendlichen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) klärt auf, wie man sich richtig verhält, worauf beim Kauf einer Sonnenbrille zu achten ist und welchen Einfluss die Umgebung hat.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 19.07.2022  14:00 Uhr

Schutzmaßnahmen

Die DOG-Experten raten, die Augen im Sommer niemals ungeschützt den UV-Strahlen der Sonne auszusetzen. Maßnahmen, die Augen zu schützen sind:

  • Auf den UV-Index achten
    Dieser wird von der WHO definiert und ist weltweit einheitlich gültig. Er beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung auf einer Skala von 1 bis 11. Gleichzeitig teilt die Vorhersage das gesundheitliche Risiko in fünf Gefahrenbereiche von »gering« bis »extrem« ein.

    In Deutschland werden im Sommer Werte von 8 bis 9 erreicht. In den Hochlagen der süddeutschen Gebirgsregionen wird manchmal auch die 11 erreicht. »Der tagesaktuelle UV-Index lässt sich online beim Deutschen Wetterdienst einsehen, auch zahlreiche Wetter-Apps weisen diesen Wert aus«, erklärt Kakkassery. Von April bis August gebe zudem das Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung (ZMMF) in Freiburg UV-Warnungen heraus.

  • Ab in den Schatten – oder ins Haus
    Bereits ab einem UV-Index der Stufe 3 sollten Sonnenschutzmaßnahmen ergriffen werden, so die DOG. Konkret bedeutet das laut Heindl: Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden, Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen und in den zwei Stunden vor und nach Sonnenhöchststand möglichst den Schatten aufsuchen. Die Sonnenhöchststände variieren in Europa Anfang August je nach Land zwischen knapp 13.00 Uhr und 14.30 Uhr.

    Ab UV-Index 8 ist verschärfter Schutz erforderlich. »Dann sollte man in den zwei Stunden vor und nach Sonnenhöchststand möglichst gar nicht mehr draußen sein«, warnt Kakkassery. »Darüber hinaus sind Kleidung, Sonnencreme auch unter der Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille dringend empfohlen.«

  • Passende Sonnenbrille kaufen
    Sonnenbrillen, die man in Deutschland kaufen kann, tragen die CE-Zertifizierung, entsprechen damit der EU-Norm DIN EN ISO 12312 und garantieren einen wirksamen UV-Schutz. Noch sicherer können Kaufinteressierte laut der DOG sein, wenn die Brille die Aufschrift »UV400« oder »100 Prozent UV-Schutz« trägt – ein solches Modell filtert alle UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern heraus.

    Darüber hinaus spiele der Blendungsfilter eine Rolle: Er reicht von Kategorie 1 bis 4 und gibt an, wieviel Prozent an Sonnenstrahlung absorbiert wird. »Kategorie 1 eignet sich für bewölkte Tage«, sagt Heindl. »Urlauber am Meer und in den Bergen sind mit der höheren Schutzkategorie 3 gut beraten.« Daneben gebe es auch selbsttönende Gläser, die für Brillenträger eine Option darstellen. »Sie sind allerdings nicht unbedingt für den Autoverkehr geeignet.«
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