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Hund, Katze, Pferd
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Auch Tiere können Blut spenden

Was tun, wenn Hund Bello oder Katze Mira schwer krank sind oder durch einen Unfall großen Blutverlust haben? Bluttransfusionen können das Tier retten. Wie läuft das ab?
AutorKontaktdpa
Datum 13.01.2026  12:00 Uhr

Großer Blutverlust, Gerinnungsstörungen oder bestimmte Krankheiten – auch Tiere brauchen Blutspenden. Und auch Tiere spenden Blut. Das kommt gar nicht mal so selten vor. Im Südwesten Deutschlands gibt es zum Beispiel Spenderkarteien und auch Blutbanken.

Wie läuft das Ganze ab?

Bestimmte Voraussetzungen müssen gegeben sein. So müssen Spendertiere gesund, regelmäßig geimpft und entwurmt und regelmäßig gegen Zecken behandelt sein, sagt Tierärztin Silke Knoll vom Landesverband praktizierender Tierärzte.

Meistens sind es größere Haustiere wie Hunde, Katzen oder Pferde, bei denen Blutspenden nachgefragt sind. Ideal für Spenderhunde sei ein Alter von 1 bis 7 Jahren und ein Gewicht von über 20 Kilo, erläutert Knoll. Bei Spenderkatzen sei ein Gewicht von mehr als 4 Kilo ideal und ein Alter von 1 bis 9 Jahren. Und: »Die Spendertiere sollten ein ruhiges Gemüt haben und in den nächsten 24 Stunden nach Blutspende nicht stark beansprucht werden«, sagt sie.

Wie kommt man an das Spenderblut?

Spendenregister gibt es inzwischen häufig. »In unseren eigenen Datenbanken sind derzeit mehrere Dutzend Hunde und Katzen erfasst«, berichtet Tierärztin Susanne Arndt vom Kleintierzentrum Arndt in Karlsruhe. »Die Tendenz ist seit einigen Jahren steigend, weil das Thema in der Öffentlichkeit präsenter wird.« Erst im Oktober hatte Arndt Tierbesitzer zu einer Typisierungsaktion für das Blut ihrer Tiere aufgerufen. Ein bundesweites zentrales Register gibt es ihren Worten zufolge nicht.

Wie sieht es mit Blutbanken aus?

Es existieren nur in wenigen tiermedizinischen Praxen Blutbanken für die tierischen Patienten, schreibt das Deutsche Rote Kreuz auf seiner Website. Mit ein Grund dafür ist, dass Blutkonserven nur begrenzt – bis zu 40 Tage bei 2 bis 6 Grad – haltbar sind, so Knoll.

Große Tierkliniken oder Standorte, die an Universitäten angesiedelt sind, führen hingegen durchaus Blutbanken. Wichtig dabei, so betont es Professor Barbara Kohn von der Klein- und Heimtierklinik der Freien Universität (FU) Berlin: Das Blut darf nur an eigene tierische Patienten gegeben und nicht etwa auf Anfrage verschickt werden.

Kommerzielle Tierblutbanken sind in Deutschland nicht erlaubt. Es gibt sie nach Aussage von Professor Andreas Moritz von der Klinik für Kleintiere an der Justus-Liebig-Universität in Gießen etwa in Belgien, den Niederlanden oder Portugal.

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