Meist würden der Tierarztpraxis bekannte Tierbesitzer kontaktiert und gefragt, ob ihr Tier Blut spenden könne. »Blutspenden werden oft in kleineren Praxen über Praxistiere also Tiere der Praxisinhaber oder Mitarbeiter, aber auch durch Tierbesitzer bereitwillig gespendet«, sagt Knoll. »Es läuft viel über die Tierarztpraxen selber«, sagt auch Heidi Kübler, Präsidentin der Landestierärztekammer Baden–Württemberg.
Zahlen dazu, wie häufig tierische Blutspenden in Deutschland gebraucht werden, gibt es Moritz' Worten zufolge nicht. In seiner Klinik werden pro Jahr 250 bis 300 Hunde und an die 100 Katzen mit Bluttransfusionen behandelt. In der Klein- und Heimtierklinik der FU Berlin sind die Zahlen nach Kohns Worten ähnlich.
Es herrsche aber durchaus ein Mangel an Spendertieren, sagt Moritz. In seiner Klinik gebe es daher eine Liste mit Tierbesitzern, »wo die Besitzer sagen: wir tun was Gutes, wir kommen Blut spenden«. Manche kämen mit ihrem Tier auch regelmäßig zum Blutspenden vorbei.
Ganz billig ist das Ganze nicht. Nach Worten der Landestierärztekammer-Präsidentin Kübler kostet eine Transfusion mit allem Drum und Dran um die 400 bis 500 Euro. Abgerechnet werde nach der Gebührenordnung.