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Bei jungen Menschen
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Auf Warnsignale des plötzlichen Herztodes achten

Mehr als 65.000 Menschen versterben jährlich am plötzlichen Herztod, etwa 40 Prozent zwischen 15 und 65 Jahren. Die Deutsche Herzstiftung will mit einer Aufklärungskampagne auf mögliche Warnzeichen aufmerksam machen.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 19.07.2023  08:00 Uhr

»Der plötzliche Herztod bei jungen, scheinbar gesunden Menschen erscheint zwar oft als das erste Anzeichen der zugrundeliegenden Erkrankung am Herzen, weil diese lange ohne eindeutige Beschwerden verlaufen können«, erläutert Professor Dr. Silke Kauferstein, Leiterin des Zentrums für plötzlichen Herztod und familiäre Arrhythmiesyndrome am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Frankfurt am Main in einer Pressemeldung. »Allerdings sehen wir bei unseren detaillierten Untersuchungen von plötzlichen Herztodesfällen durchaus Warnsignale, die oftmals verkannt wurden.«

Dazu gehören:

  • Kurze Bewusstlosigkeiten (Synkopen), besonders bei spezifischen Auslösern wie Stress, schriller Wecker, sportlicher Belastung
  • Krampfanfälle ohne eindeutig pathologische Befunde
  • plötzliche ungeklärte Todesfälle in jungen Jahren in der Familie oder plötzlicher unerwarteter Tod im Wasser
  • nicht erklärbarer Autounfall
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und/oder Herzschrittmacherpflicht vor dem 50. Lebensjahr.

Die Kampagne »Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod« der Deutschen Herzstiftung, des Universitätsklinikums Frankfurt und der Universität des Saarlandes macht auf https://herzstiftung.de/junge-herzen-retten auf Informationsangebote für Betroffene und auf Spezialambulanzen aufmerksam. Die Initiative bietet auch für Arztpraxen, Kliniken und Apotheken ein kostenfreies Info-Paket mit Plakaten und Postkarten zur Auslage an.

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