Die Augen zu reiben, wenn diese jucken, passiert meist ganz automatisch – langfristig kann es jedoch schaden. / © Adobe Stock/Krakenimages.com
Auch wenn Heuschnupfen‑Geplagte dafür Selbstdisziplin brauchen: Am besten verkneifen sie sich, die Augen zu reiben. »Das verschafft zwar kurzfristig Linderung, kann die Beschwerden aber langfristig verstärken«, sagt Augenarzt Seleman Bedar. Durch das Reiben werden nämlich Entzündungsstoffe freigesetzt, die bei ohnehin gereizten Augen alles andere als hilfreich sind. Und: »Im schlimmsten Fall verursacht man sogar kleine Verletzungen«, so der ärztliche Leiter des OSG Augenzentrums Siegburg. So können etwa kleine Kratzer auf der Hornhaut entstehen.
Brennen oder jucken die Augen, können antiallergische Augentropfen Linderung bringen. Manchmal ist auch ein Tränenersatzmittel ausreichend, das befeuchtend wirkt und die Pollen ausspült. Es sollte Bedar zufolge allerdings keine Konservierungsmittel enthalten, weil diese das Auge wiederum reizen können.
Gut zu wissen für alle, die mit Kontaktlinsen im Auge den Alltag bestreiten: »Pollen bleiben manchmal daran haften«, sagt Seleman Bedar. Daher lautet sein Rat, in der Pollensaison auf Tageslinsen umzusteigen, die nach der Benutzung entsorgt werden. So erspart man sich, die Sehhilfen von Pollen‑Überresten reinigen zu müssen. Oder man steigt auf die Brille um, die in einem gewissen Maß auch als »Pollenblocker« funktioniert, also davor schützt, dass der Blütenstaub ins Auge fliegt.
Wer Monats‑ oder Jahreslinsen nutzt, sollte sie nach dem Tragen gründlich reinigen. Sogenannte Peroxidsysteme reinigen dem Kuratorium Gutes Sehen zufolge besonders effektiv und enthalten – anders als All‑in‑one‑Systeme – in aller Regel keine Konservierungsmittel.