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Sekundäre Pflanzenstoffe nur im Verbund gesund

Datum 22.06.2015  10:43 Uhr

Von Annette Immel-Sehr / Gemüse und Obst, genauso wie Samen, Vollkornprodukte und Kartoffeln enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die zahlreiche Stoffwechselvorgänge positiv beeinflussen. 

Nachweislich reduziert die hohe Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen über pflanzliche Lebensmittel das Risiko für Herz-Kreislauf-Krank­heiten. Einige Substanzen senken erhöhte Cholesterolwerte, andere verbessern die Funktion der Blutgefäße oder senken den Blutdruck. Epidemiologische Studien belegen zudem, dass sekundäre Pflanzenstoffe das Risiko für verschiedene Krebsarten senken.

Offenbar kommt es dabei auf die Vielfalt an: Mehrere Tausend verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe sind in pflanzlichen Lebens­mitteln enthalten. Deswegen rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) von Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten sekundären Pflanzenstoffen ab. Der gegenwärtige Trend der Lebens­mittel­industrie, funktionelle Lebensmittel mit angereicherten sekundären Pflanzenstoffen auf den Markt zu bringen, birgt zudem die Gefahr der Überdosierung. Denn die Sicherheit derartiger Maßnahmen lässt sich noch gar nicht abschätzen. So bleibt weiterhin die Empfehlung, vermehrt pflanz­liche Lebensmittel zu verzehren, um vom gesundheitlichen Nutzen der sekundären Pflanzenstoffe zu profitieren.

Für die Pflanze erfüllen sekundäre Pflanzenstoffe ganz unterschiedliche Funktionen: Einige geben den Pflanzen ihre Farbe oder das Aroma, andere schützen vor Fraßfeinden und Krankheiten oder regulieren das Wachstum. Zu den wichtigsten Gruppen der sekundären Pflanzenstoffe zählen Carotinoide, Flavonoide, Phytosterole, Phyto­estrogene und Glucosinolate. /

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung