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Pornosucht
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Auswirkungen auf Gehirn, Sexleben und Beziehungen

Es braucht nur ein paar Klicks für den Kick: Pornos sind jederzeit auch kostenlos im Netz verfügbar. Doch was passiert im Kopf, wenn wir regelmäßig Erotikclips konsumieren? Und wann hat man eine PNS, eine Pornografie-Nutzungsstörung, die Behandlung erfordert?
AutorKontaktdpa
Datum 01.07.2025  10:00 Uhr

Früher Einstieg, langanhaltende Wirkung

Besonders bedenklich sei, dass viele Kinder schon vor der Pubertät mit Pornografie in Berührung kommen. »Das ist ein Riesen-Feldversuch ohne Ethikkommission«, sagt Heike Melzer. Die intensiven Reize prägen sich ein noch bevor eigene Erfahrungen oder ein Verständnis für Sexualität vorhanden sind.

Rudolf Stark sieht außerdem eine gesellschaftliche Veränderung: Pornos laufen heute häufig parallel zur Beziehung – nicht als Ersatz, sondern als eigener Teil des Alltags. Gleichzeitig verändern sie die Vorstellungen davon, wie Sex zu sein hat. Viele Clips folgen demselben Muster. »Viele Männer sind enttäuscht, wenn ihre Partnerin keinen Oralsex mag – weil das im Porno ja immer dazugehört«, sagt Stark. Das setze reale Beziehungen unter Druck.

Nähe, Bedeutung, Fantasie

Im Übermaß sind Pornos laut Heike Melzer Räuber der Fantasie. »Leider schließt Pornografie die Emotionen aus.« Und das wirke sich zunehmend problematisch auf die Beziehungsqualität aus, in der Emotionen und Bedeutung stattfinden. Und das sei das eigentliche Elixier des Lebens.

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