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Mundspülung mit Chlorhexidin
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Bei Diabetes auf Mundhygiene achten

Schädliche Bakterien im Mund stehen im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes. Eine Studie hat untersucht, was zweimal tägliches Gurgeln mit einer antiseptischen Mundspülung bei Diabetespatienten bringt.
AutorKontaktaponet.de
Datum 22.02.2024  15:55 Uhr

Chronische Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Parodontitis) verursachen mehr als nur Mundgeruch: Sie stehen auch mit Krankheiten wie Alzheimer oder Typ-2-Diabetes im Zusammenhang. Eine japanische Forschungsgruppe hat nun festgestellt, dass Mundspülungen mit Chlorhexidin zur Abnahme der Parodontitis-Bakterien führen und darüber hinaus bei einigem Menschen mit Typ-2-Diabetes möglicherweise zu besseren Blutzuckerwerten beitragen.

»Es gibt drei Bakterienarten, die mit Parodontitis oder Erkrankungen des Zahnfleisches in Verbindung gebracht werden – Porphyromonas gingivalis, Treponema denticola und Tannerella forsythia«, erklärte Saaya Matayoshi von der Universität Osaka. Bei 173 Menschen mit Typ-2-Diabetes kam es bei zweimal täglichem Gurgeln zu einer Reduzierung dieser schädlichen Bakterienarten. Insbesondere bei einigen jüngeren Teilnehmenden hatte sich außerdem der Langzeitblutzuckerwert HbA1c nach sechs Monaten verbessert.

Schon länger weiß man, dass eine schlechte Mundgesundheit mit einer Reihe von chronischen Erkrankungen einhergeht. Dementsprechend ist eine gute Mundhygiene wichtig. Die Forschenden gehen davon aus, dass Mundspülungen mit antiseptischem Mundwasser bei Personen, die gut darauf ansprechen, eine einfache vorbeugende Maßnahme sein könnten, um Parodontitis-assoziierten Krankheiten wie Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionen der Atemwege vorzubeugen oder sie zu verbessern.

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