| Barbara Döring |
| 02.04.2026 14:00 Uhr |
Besser alkoholfrei: Paare verzichten bei Kinderwunsch am besten schon vor der Empfängnis auf Genussgifte. / © Adobe Stock/Goran
Jedes 50. Kind in Deutschland ist laut der Stiftung von einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) betroffen. Die Schädigung durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft hat lebenslange Folgen wie sichtbare körperliche Fehlbildungen, Wachstumsstörungen und Einschränkungen der geistigen Entwicklung und des Verhaltens.
Weniger bekannt ist, dass Alkohol die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern beeinträchtigt. Kinder, deren Väter in den drei Monaten vor der Befruchtung Alkohol konsumierten, haben laut einer chinesischen Metaanalyse ein um 44 Prozent erhöhtes Risiko für eine angeborene Herzerkrankung.
Auch die Risiken durch Rauchen können bereits vor der Geburt entstehen, etwa dass das Kind die ersten Lebenswochen nicht überlebt. Da Spermien alle drei Monate neu gebildet werden, ist diese Zeit vor einer gewünschten Schwangerschaft besonders sensibel.
Das häufig verhamlost dargestellte Cannabis greift wiederum in das hormonelle Endocannabinoid-System ein und kann die Fortpflanzung beeinträchtigen, indem es Zyklusstörungen auslösen und die Spermienfunktion beeinträchtigen kann. Die Stiftung Kindergesundheit empfiehlt Paaren mit Kinderwunsch, frühzeitig auf jegliche Suchtstoffe zu verzichten.