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Leitlinie überarbeitet
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Bei Nackenschmerzen ist Bewegung das Maß aller Dinge

Nackenschmerzen sind nicht erst seit dem »Handynacken« weit verbreitet. Um die Patientenversorgung zu verbessern, hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) ihre bisherige Leitlinie überarbeitet.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 20.08.2025  08:00 Uhr

Die nun als S3-Leitlinie erschienenen neuen Empfehlungen basieren auf der aktuellen Evidenz und übernehmen die zentralen Therapieempfehlungen der bereits 20 Jahren alten Vorgängerversion. Wichtig war es den DEGAM-Experten, dass Patienten oder Therapeuten überflüssige oder sogar schädliche Maßnahmen unterlassen. Als wichtigstes Element der Behandlung stellt die Leitlinie Bewegung heraus. Überschätzt werden dagegen die Effekte von Schmerzmitteln und passiven Therapien wie Massage, Akupunktur, physikalischen Methoden, Taping oder bildgebenden Verfahren.

Wichtige Änderungen gibt es bei den Empfehlungen zur Beratung der Patienten. Die Wirksamkeit von Bewegung ist laut der Experten noch nicht überall angekommen. Viele Patienten hätten Bedenken, dass Bewegung schaden könnte, betont der federführende Autor Professor Dr. Thomas Kötter. Eine gute Kommunikation bedeute, diese Ängste zu nehmen. Sorgen und Erwartungen sollten offen angesprochen und verschiedene Ansätze aufgezeigt werden, um Bewegung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, auf entsprechende Schmerzmittel hinzuweisen, um Schonhaltung zu vermeiden. Auch Wärmeanwendungen seien zu diesem Zweck sinnvoll.

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