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Substitution
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Bei Senioren auf Vitamin B12 achten

Ein Mangel an Vitamin B12 verläuft häufig subtil und klinisch unauffällig. Entsprechend selten wird er deshalb labordiagnostisch erfasst. Dabei ist er besonders bei älteren Menschen weit verbreitet. Eine frühzeitige Supplementation kann gegensteuern.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 21.09.2020  12:30 Uhr

Vitamine für Diabetiker

Neben Senioren laufen laut Professor Dr. Karlheinz Reiners, Facharzt für Neurologie aus Erkelenz, auch Diabetiker, die mit Metformin behandelt werden, verstärkt Gefahr, in einen Vitamin-B12-Mangel zu rutschen. »Metformin stört die Vitamin-B12-Resorption, genauso wie die langfristige Gabe von PPI, Glucocorticoiden oder Bisphosphonaten.«

Diabetiker haben zudem häufig einen Mangel an Vitamin B1, da das Vitamin krankheitsbedingt vermehrt über die Nieren ausgeschieden wird. Dieser Mangel kann Neuropathien und mikrovaskuläre Schädigungen verstärken und sollte daher frühzeitig behandelt werden, warnte Reiners. Dabei sei die Gabe des Prodrugs Benfotiamin (wie milgamma® protekt) von Vorteil: Die lipidlösliche Vitamin-B1-Vorstufe verfügt über eine fünffach höhere Bioverfügbarkeit als das wasserlösliche Vitamin B1.

Laut Reiners zählt auch das Antioxidans Alpha-Liponsäure zu den pathogenetisch wirksamen Substanzen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft verweist in ihren aktuellen Praxisempfehlungen von 2019 darauf als Therapieoption bei diabetischer Neuropathie. Durch seine antioxidative Wirkung soll Alpha-Liponsäure (wie Thiogamma®) oxidativen Stress reduzieren können, der in Folge der Hyperglykämie vermehrt entsteht, und dadurch bei diabetischen Polyneuropathien zum Zellschutz und zur Symptomlinderung beitragen.

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