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Gefleckter Schierling
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Berühmt berüchtigt

Er ist eine der giftigsten heimischen Pflanzen und hat schon im Altertum Opfer wie den griechischen Philosophen Sokrates gefordert. Auch heute noch birgt der Gefleckte Schierling für Mensch und Tier Gefahr.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 26.08.2024  09:24 Uhr

Botanik und Bestimmung

Die zweijährige krautige Pflanze bildet im ersten Jahr zunächst eine Blattrosette und wächst dann im zweiten Jahr 50 cm bis 2,5 m hoch. Typisch ist ihr intensiver Geruch nach Mäuseurin. An den runden, hohlen und fein gerillten Stängeln sitzen wechselständig dreieckige gefiederte oder fiedrig eingeschnittene dunkelgrüne Blätter. Von Juni bis September entwickelt sich ein doppel­doldiger Blütenstand mit 8 bis 20 leicht behaarten Doldenstrahlen. An diesen stehen die winzigen weißen, verkehrt herzförmigen Blüten, die mit kleinen ein­geschlagenen Läppchen versehen sind.

Vor allem der ­Blütenstand ähnelt verwandten, nicht giftigen Doldenblütlern. Neben seinem Geruch unterscheidet sich der Gefleckte Schierling von diesen auch durch die röt­lichen Flecken im unteren Bereich der Stängel, die zudem wie mit bläulichem Raureif ­belegt erscheinen. Die den Früchten von Anis und Kümmel ähnlichen Samen sind ebenfalls giftig und bleiben jahrzehntelang keimfähig.

Vorkommen und Verbreitung

Der Gefleckte Schierling ist in ganz Europa, in Vorder- und Mittelasien sowie in Nordafrika verbreitet. Er wächst an Flussufern und Brachflächen, auf Schuttplätzen und am Wegesrand und bevorzugt nährstoffreiche, meist lehmige, mehr oder weniger feuchte Böden.

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