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Datenanalyse
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Beschichtung bei Acetylsalicylsäure kein Nachteil

Kann die Beschichtung von Tabletten mit Acetylsalicylsäure die Wirksamkeit der Sekundärprophylaxe bei koronarer Herzkrankheit beeinträchtigen? Dieser Frage gingen Forscher mit einer aktuellen Datenanalyse nach.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 11.03.2024  10:00 Uhr

Die magensaftresistente Beschichtung von Acetylsalicylsäure hat sich bewährt, um bei langfristiger Anwendung zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen das Risiko für Magenerosionen zu reduzieren. In der Vergangenheit gab es jedoch immer wieder Vermutungen, dass die Beschichtung die Wirkung beeinträchtigen könnte, da sie den Tablettenabbau auf dem Weg zum Dünndarm verringert. Für die aktuelle Analyse wertete die US-amerikanische Forschergruppe Daten von 10.000 Teilnehmern der früheren Adaptable-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Aspirin®-Dosierungen aus.

Die Patienten nahmen über 26 Monate entweder täglich 81 mg oder 325 mg Aspirin® ein. 69 Prozent der Patienten erhielten magensaftresistente Acetylsalicylsäure, 31 Prozent die unbeschichteten Tabletten. Unabhängig von der Dosis zeigte sich in der Gruppe mit magensaftresistenter Acetylsalicylsäure kein signifikant höheres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod, sodass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass beide Formulierungen in ihrer Wirksamkeit und Sicherheit vergleichbar sind. Laut der Forscher könnte es demnach Patienten überlassen werden, ihre bevorzugte Form selbst zu wählen.

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