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Eigenbrauer-Syndrom
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Betrunken ohne Alkohol?

Zwei Promille und keinen Tropfen getrunken? Beim Eigenbrauer-Syndrom stellt der Körper nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel selbst Alkohol her. Was zunächst lustig klingt, kann für Betroffene und ihre Familien sehr belastend sein.
AutorKontaktdpa
Datum 04.06.2024  10:00 Uhr
Hohes Rückfallrisiko und fehlendes Diagnoseverfahren

Hohes Rückfallrisiko und fehlendes Diagnoseverfahren

Einem Verdacht auf das Eigenbrauer-Syndrom solle frühzeitig nachgegangen werden, empfehlen die Mediziner, »da Verzögerungen bei der Behandlung die körperlichen, sozialen und finanziellen Folgen verlängern können«. Ein standardisiertes Diagnoseverfahren gebe es allerdings bisher nicht. Für die Therapie gibt das Team zu bedenken, dass – wie auch im vorgestellten Fall – mit Rückfällen nach dem Absetzen der Antimykotika zu rechnen ist.

Auch bei gesunden Menschen wird Wissenschaftlern zufolge während der Verdauung Alkohol – genauer Ethanol – gebildet, allerdings nur in geringen Mengen. Experten vermuten, dass es eine recht hohe Dunkelziffer nicht erkannter Fälle für das Eigenbrauer-Syndrom gibt. Mitunter kann im Umfeld der Verdacht entstehen, es handle sich um heimliche Alkoholiker.

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