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Mammografie-Screening
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Brustkrebsfrüherkennung ab 45 Jahren beschlossen

Auch Frauen zwischen 45 und 49 Jahren können in Zukunft am Mammografie-Screening zur Brustkrebsfrüherkennung teilnehmen. Das Screening birgt je nach Alter unterschiedliche Chancen und Risiken.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
AutorKontaktPZ
Datum 20.10.2026  10:00 Uhr
Brustkrebsfrüherkennung ab 45 Jahren beschlossen

An dem 2005 eingeführten Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs können bislang Frauen zwischen 50 und 75 Jahren teilnehmen und alle zwei Jahre die Röntgenuntersuchung auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung durchführen lassen.

Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschlossen, die untere Altersgrenze abzusenken. In Zukunft können auch Frauen zwischen 45 und 49 Jahren an dem Früherkennungsprogramm teilnehmen. Mit diesem Beschluss könnten zusätzlich 2,5 Millionen Frauen von dem qualitätsgesicherten Programm als Leistung der Krankenkassen profitieren.

Brustkrebsscreening bei jüngeren Frauen: Chancen, aber auch Risiken

Die Früherkennungsuntersuchung soll und kann helfen, durch frühzeitiges Erkennen von Mammakarzinomen die Sterblichkeit an Brustkrebs zu senken. Die Untersuchung ist aber auch mit Risiken durch Strahlenbelastung und mit Überdiagnostik verbunden. Der Nutzen und die Risiken des Screenings unterscheiden sich je nach Alter: Je älter Frauen sind, desto häufiger erkranken sie an Brustkrebs, und desto eher hat die Früherkennungsuntersuchung einen relevanten Effekt auf die Sterblichkeit bei Brustkrebs.

Außerdem verändert sich mit dem Alter das Brustgewebe: Jüngere Frauen haben im Durchschnitt einen höheren Anteil an Drüsengewebe, das die Brustdichte erhöht und die Diagnostik erschwert. Tumoren sind bei jüngeren Frauen also schwieriger zu erkennen. Auch das Strahlenrisiko ist erhöht, weil das Brustgewebe jüngerer Frauen empfindlicher gegenüber Strahlung ist und den Frauen mehr Lebenszeit bleibt, in der ein durch die Röntgenuntersuchung bedingter Tumor auftreten könnte.

Professor Dr. Achim Wöckel, Direktor der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums sowie des Genitalkrebszentrums, Universitätsklinikum Würzburg, ordnet das gegenüber dem »Science Media Center« so ein: »Der relative Nutzen für Frauen, die vor dem 50. Lebensjahr oder nach dem 69. Lebensjahr gescreent werden, ist ähnlich wie bei Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren belegt.« Ältere Frauen hätten ein höheres Risiko für Überdiagnosen, jüngere Frauen seien einem höheren strahlenbedingten Risiko ausgesetzt. »Deshalb ist es wichtig, dass Frauen sowohl über die potenziellen Vorteile als auch über die Risiken gut informiert werden, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.«

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