Die genaue Ursache von Clusterkopfschmerz ist noch nicht vollständig geklärt. / © Getty Images/kieferpix
»Ich habe wirklich so für eineinhalb Stunden gedacht, ich würde mir am liebsten den Kopf abhacken.« Mit diesen Worten beschreibt Musiker Tom Kaulitz eine Clusterkopfschmerz-Attacke, die er vor kurzem durchgemacht hat.
Clusterkopfschmerz hat eine große Wucht. Manche Betroffene sagen sogar: Es fühlt sich an, als würde einem jemand einen Nagel ins Auge rammen. Im Vergleich zu Migräne kommt Clusterkopfschmerz deutlich seltener vor: Nach Angaben der Deutschen Hirnstiftung ist einer von 1000 Menschen betroffen, Männer dabei etwa dreimal so häufig wie Frauen. Drei Fragen und Antworten zu der Erkrankung.
Woran erkennt man Clusterkopfschmerz?
Bohrend, stechend, brennend: So beschreibt »gesundheitsinformation.de« den Schmerz. Er tritt dabei im Bereich von Auge und Schläfe auf, wobei immer nur eine Seite des Gesichts betroffen ist.
Häufige Begleitsymptome sind laut der Deutschen Hirnstiftung:
Clusterkopfschmerz tritt in Episoden auf, die einige Tage bis Wochen andauern können. In dieser Zeit erleben Betroffene regelmäßig Schmerzattacken – bis zu mehrmals am Tag. Oft setzen sie dabei stets zur selben Uhrzeit ein. Nach 15 Minuten bis 3 Stunden ist der Spuk in aller Regel wieder vorbei. Ist die Clusterepisode abgeklungen, haben Betroffene eine Zeit lang keine Beschwerden. Manchmal liegen zwischen zwei Episoden sogar Jahre.
Die genaue Ursache ist der Deutschen Hirnstiftung zufolge nicht vollständig geklärt. Es gibt Hinweise darauf, dass die Erkrankung womöglich auf eine Fehlfunktion des Hypothalamus zurückgeht, der den Tag-Nacht-Rhythmus im Gehirn reguliert. Auch Durchblutungsveränderungen könnten eine Rolle spielen.
Steckt ein Patient oder eine Patientin in einer Clusterepisode, können bestimmte Auslöser, sogenannte Trigger, zu einer Schmerzattacke führen. Ein Beispiel ist Alkohol. Auf ihn sollten Betroffene während einer Episode daher besser verzichten.