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TK-Gesundheitsreport
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Corona-Situation belastete einige mehr, andere weniger

Wie sich die Corona-Pandemie auf das psychische Befinden auswirkt, ist ganz unterschiedlich. Während die einen zermürbt sind, spüren andere eine geringere Belastung. Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, wie es vielen Menschen während der Pandemie erging.
AutorKontaktdpa
Datum 28.06.2021  12:00 Uhr

Das Virus im Bekanntenkreis

Die gesundheitlichen Folgen der Pandemie rückten dabei auch immer näher: Im vergangenen März kannten sieben von zehn Befragten mindestens einen Menschen aus dem engeren Umfeld, der sich mit dem Virus infiziert hatte. Im Mai 2020 waren es nur 23 Prozent gewesen.

Schon andere Umfrageergebnisse hatten gezeigt, dass die Corona-Krise viele Bürger in diesem Frühling direkter betroffen hat als ein Jahr zuvor. So sagten im Mai 49 Prozent der Teilnehmer einer Befragung im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller, dass die Situation sie psychisch belastet habe. Bei einer Befragung von Juni 2020 hatten dies 44 Prozent bejaht.

Gesundheit nicht verschlechtert

Insgesamt hat sich die Gesundheit von Erwerbstätigen laut TK-Report im Schnitt durch die Corona-Pandemie nicht verschlechtert. Mit einem Krankenstand von 4,14 Prozent lag das Jahr 2020 bei den Versicherten der Kasse sogar unter den Werten der Vorjahre (2019: 4,22 Prozent; 2018: 4,25 Prozent). Das sei vor allem auf weniger Krankschreibungen mit Erkältungskrankheiten zurückzuführen, hieß es. Im Corona-Jahr 2020 seien auch so wenige Antibiotika verschrieben worden wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die Experten führen das auf die Wirkung der Abstands- und Hygieneregeln zurück.

Bei der persönlichen Belastung stellten die Forscherinnen und Forscher auch deutliche regionale Unterschiede fest: Mit 57 Prozent fühlten sich Menschen in Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) in diesem Frühjahr stärker durch die Pandemie belastet als der Bevölkerungsschnitt. Am wenigsten litten die Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit 32 Prozent unter der Lage – gefolgt von Berlin/Brandenburg (33 Prozent) und Bayern (37 Prozent).

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