Ohne PTA funktioniert die Apotheke nicht. / © Getty Images/Brothers91
Pharmazeutisch-technische Assistenten und Assistentinnen (PTA) sind für die Apotheken unverzichtbar: Sie beraten täglich die Patientinnen und Patienten, stellen Rezeptur- und Defekturarzneimittel her und übernehmen viele weitere verantwortungsvolle Aufgaben. »Mit ihrem Fachwissen, ihrer Sorgfalt und ihrem Engagement leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur sicheren Arzneimittelversorgung«, schreibt die Adexa in einer Mitteilung zum Welt-PTA-Tag am 20. Oktober 2026.
Dieser wird nun zum vierten Mal von der European Association of Pharmacy Technicians (EAPT), dem europäischen Dachverband für PTA, begangen, zu dessen Gründungsmitgliedern die Adexa zählt. Der Internationale PTA-Tag habe das Ziel, den Beruf samt seinen Leistungen stärker bekannt zu machen, die berufliche Identität zu stärken und den internationalen Austausch zu fördern.
Die Herausforderungen seien in vielen europäischen Ländern ähnlich, zum Beispiel die alternde Bevölkerung, Fachkräftemangel, zunehmende Digitalisierung und komplexer werdende Arzneimitteltherapien. Dadurch wüchsen Bedeutung und Verantwortung von PTA. »Die EAPT setzt sich deshalb für eine stärkere berufliche Anerkennung, eine hochwertige Ausbildung, kontinuierliche Fortbildungsmöglichkeiten und eine größere Einbindung pharmazeutisch-technischer Fachkräfte in die Arzneimitteltherapiesicherheit und die pharmazeutische Versorgung ein«, so Adexa.
Der Tag sei für die Gewerkschaft nicht nur Anlass, um Danke zu sagen, sondern auch, um auf die Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. »Mehr Verantwortung braucht faire Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und echte Entwicklungsperspektiven.«
Auch der Bundesverband PTA (BVpta) richtet sich in einem Kommentar gegenüber PTA-Forum an die PTA und beginnt mit den Leistungen eines jeden Arbeitstages – ob Wirkstoffe erklären, Wechselwirkungen erkennen, Rezepturen herstellen, Fachchinesisch übersetzen, Menschen zuhören oder Lösungen für komplizierte Probleme finden. »Manchmal sind wir Arzneimittelexperten, manchmal Seelentröster, manchmal Organisationstalente. Und manchmal alles gleichzeitig«, so der Verband. »Und wir wissen, hinter jedem Rezept steht ein Mensch. Nicht einfach nur eine Packung.«
»Heute, am Internationalen Tag der PTA, dürfen wir uns dafür ruhig einmal selbst auf die Schulter klopfen«, so der Verband. Doch: »Von Schulterklopfen allein bezahlt niemand seine Miete.« Wertschätzung sei »wunderbar«, brauche jedoch auch Konsequenzen. Deshalb setze sich der BVpta dafür ein, dass PTA eine faire Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen, eine moderne Ausbildung, anerkannte Weiterqualifizierungen und »echte berufliche Perspektiven« erhalten. »Denn wer Fachkräfte halten möchte, muss ihnen auch Gründe geben, zu bleiben«, so der BVpta. »Wir brauchen keine hübscheren Worte für einen unverzichtbaren Beruf. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die zeigen, dass man seine Bedeutung verstanden hat.«