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Mit neuer Strategie
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Darmkrebsrisiko ließe sich weiter senken

Das aktuelle Vorsorge-Angebot in Deutschland reduziert das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken und zu sterben, bereits deutlich. Aus Sicht des Deutschen Krebsforschungszentrums wäre hier jedoch noch mehr möglich – und zwar mit einer neuen Strategie.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 23.02.2022  14:00 Uhr

Welche Strategie ist am effektivsten?

Bisher sei nicht klar gewesen, welche der aktuell möglichen Vorsorgestrategien das Risiko für Darmkrebs am stärksten senken, so die DKFZ. »Sowohl für Frauen und Männer, die an der Vorsorge interessiert sind, als auch für involvierte Ärzte ist es von großem Interesse zu wissen, welche der Strategien zur Darmkrebsvorsorge über einen längeren Zeitraum die effektivste ist«, erklärt der Epidemiologe Hermann Brenner vom DKFZ.

»Das aktuelle Angebot leistet bereits einen enormen Beitrag zur Krebsprävention und Senkung der Darmkrebsmortalität«, erklärt Thomas Heisser, Forscher am DKFZ und Erstautor der aktuellen Studie. Dennoch zeigten die Ergebnisse, dass noch viel Optimierungspotenzial bestehe – wie das Angebot einer Vorsorgekoloskopie für Frauen schon ab 50 Jahren. »Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wäre es außerdem besonders wichtig, zusätzliche Angebote für ältere Menschen zu schaffen, zum Beispiel auf Grundlage immunologischer Stuhltests.«

Viele der in Deutschland etwa 25.000 jährlichen Darmkrebs-Todesfälle wären aus Sicht Brenners durch die Darmkrebsvorsorge vermeidbar. »Deshalb arbeiten wir daran, die Möglichkeiten der potenziell lebensrettenden Früherkennungsuntersuchungen weiter zu optimieren.«

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