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Offene Fragen zur Pandemie
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Das Coronavirus – was noch alles ungeklärt ist

Tausende Wissenschaftler widmen sich derzeit dem Coronavirus, um den Erreger und seine Folgen besser zu verstehen. Man weiß schon recht gut, wie SARS-CoV-2 übertragen wird, welche Situationen für Ausbrüche sorgen können und sammelt täglich Erfahrungen bei der Behandlung von Erkrankten. Trotzdem liegt noch einiges im Dunklen. Was sind für Ärzte, Wissenschaftler und andere Experten die drängendsten Fragen, die geklärt werden sollten?
AutorKontaktdpa
Datum 19.08.2020  17:17 Uhr

Immunität und Antikörper

Viele Menschen, darunter auch Wissenschaftler, hoffen, dass man nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 zumindest eine Zeit lang dagegen immun ist. Aber ob es so ist, steht nicht fest. Viele Studien weisen vielmehr darauf hin, dass gerade bei Menschen, die nur wenige oder gar keine Symptome hatten, schon bald nach einer Infektion keine Antikörper im Blut mehr nachweisbar sind. Zwar ist noch unklar, was das für eine mögliche Immunität bedeutet. Doch die Beobachtungen wecken Zweifel an der Aussagekraft von Antikörper-Tests und an immer wieder einmal diskutierten Immunitätspässen.

Spätfolgen

»Genesen« steht in vielen Corona-Statistiken. Doch sind diese Menschen auch wirklich wieder fit? Aufgrund der Neuartigkeit des Krankheitsbildes ließen sich keine zuverlässigen Aussagen treffen zu Langzeitauswirkungen und Folgeschäden durch Covid-19 beziehungsweise durch deren Behandlung, etwa eine Langzeitbeatmung, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) in einem Online-Steckbrief.

Es existieren aber Berichte über Patienten, die eher leichter erkrankt waren, aber noch über Wochen und Monate von Folgen betroffen sind, etwa Luftnot bei Anstrengung. Klar ist inzwischen: Covid-19 betrifft nicht nur die Lunge, sondern das Virus kann sich – ebenso wie zum Beispiel Grippeviren – auch auf andere Organe auswirken.

Herkunft

Studien legen einen Ursprung des Virus bei Fledermäusen nahe. Aber wie ist es auf den Menschen übergesprungen? Vermutet werden Zwischenwirte: Zwischenzeitlich war das Schuppentier im Gespräch – eine Theorie die der Virologe Christian Drosten ablehnte. Er lenkte vor einiger Zeit den Verdacht auf Marderhunde, in denen bereits der SARS-Erreger nach dem SARS-Ausbruch 2002/2003 gefunden worden sei. Geklärt ist die Frage bis heute nicht. Aus Sicht des Lungenspezialisten Rabe würde die Aufhellung solcher Graubereiche gegen Verschwörungstheorien helfen. Er bemerke in Gesprächen mit Patienten teils eine tiefe Verunsicherung wegen unklarer Sachstände und widersprüchlicher Informationen.

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