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Nachsorge gut planen
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Das Leben nach dem Schlaganfall

Ein Schlaganfall kommt, wie der Name schon sagt, schlagartig. Und er verändert das ganze Leben. Doch wie geht es nach der Zeit im Krankenhaus und der Reha weiter? Eine Orientierung für Betroffene und Angehörige.
AutorKontaktdpa
Datum 28.08.2025  14:00 Uhr

Ein überstandener Schlaganfall teilt das Leben in ein Davor und ein Danach ein – für Betroffene ebenso wie für das Umfeld. Denn die plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn ist die häufigste Ursache für lebenslange Behinderung bei Erwachsenen.

Welche Einschränkungen nach dem Schlaganfall bleiben, hängt davon ab, welcher Bereich des Gehirns betroffen und wie lange die Durchblutung dort gestört war. Oft geht der Schlaganfall jedoch mit bleibenden Schäden einher wie dauerhaften Lähmungen, Sprach- und Sprechstörungen oder Inkontinenz.

Wie geht es nach Klinik und Reha weiter, worauf kommt es an? Vor dieser Frage stehen Jahr für Jahr viele Betroffene und ihre Angehörigen. Von jährlich rund 270.000 Schlaganfällen in Deutschland geht das Erlanger Schlaganfall-Register auf Grundlage von Berechnungen aus. Und so mancher erlebt diesen Einschnitt nicht nur einmal im Leben: Rund 66.000 davon sind wiederholte Schlaganfälle. Bei der Nachsorge geht es also auch darum, das Risiko für ein zweites oder drittes Mal zu verringern. Ein Überblick:

Wie ist die Nachsorge nach Klinikaufenthalt und Reha organisiert?

Kommt es zu einem Schlaganfall, ist das Vorgehen erst einmal klar: Der Patient oder die Patientin wird über die Notaufnahme ins Krankenhaus eingeliefert und dort versorgt, danach folgt meist ein Aufenthalt in der Reha – und dann?

Genau hier setzt für viele Patienten und ihre Angehörigen eine regelrechte Grauzone ein. »Denn die sogenannte Nachsorge ist in Deutschland noch ein Stiefkind«, sagt Professor Andreas Meisel vom Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) an der Berliner Charité. Eine einheitliche und flächendeckende Nachsorgestruktur fehle nämlich – die einzelnen medizinischen Bereiche seien oft nicht gut genug vernetzt.

In der Regel soll der Hausarzt oder die Hausärztin übernehmen und die weiteren Maßnahmen koordinieren. Regelmäßige Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sollen, wenn nötig, helfen, Beeinträchtigungen wieder zu mindern – und einen nächsten Schlaganfall verhindern. Für den nahtlosen Übergang sollten Betroffene und ihre Angehörigen entsprechende Termine am besten schon vor Ende des Klinik- beziehungsweise Reha-Aufenthaltes ausmachen, rät die Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

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