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Aufbereitung der Corona-Impfstoffe
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Das müssen PTA als mögliche Impfhelfer wissen 

In einigen Bundesländern wurden bereits Apotheker und PTA aufgerufen, bei den Massenimpfungen gegen Covid-19 mitzuhelfen. Insbesondere sollen sie die Impfstoffe applikationsbereit machen. Eine Herausforderung ist die Kühlung und Lagerung der neuen Impfstoffe. Was dabei genau zu tun ist, hängt vom Impfstoff ab.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 03.12.2020  16:00 Uhr

Modernas Impfstoff muss nicht verdünnt werden

Genau wie Biontech/Pfizer hat auch das US-Unternehmen Moderna an diesem Montag eine EU-Zulassung für seinen mRNA-Impfstoff mRNA-1273 beantragt. Dieses Präparat wird bereits in der finalen Konzentration ausgeliefert, teilte Moderna auf Nachfrage der Pharmazeutischen Zeitung mit. Eine Ampulle enthalte zehn Impfdosen, hier müssen also nur noch Spritzen aufgezogen werden. Ein Karton enthält zehn Ampullen, von denen wiederum zwölf im Werk in eine Transportbox gepackt werden. Eine Palette schließlich wird bis zu 230.400 Impfdosen umfassen.

Ausliefern wird Moderna seinen Impfstoff gekühlt bei minus 20 °C, was einem klassischen Gefrierschrank entspricht. Hierauf seien viele Logistik- und Pharmaunternehmen eingestellt. Bei dieser Temperatur sei mRNA-1273 bis zu sechs Monate haltbar. 

Im Impfzentrum wird der Impfstoff zunächst aufgetaut auf Kühlschranktemperatur und soll dann noch bis zu 30 Tage haltbar sein. Auf Raumtemperatur für die Verimpfung gebracht, hält sich die Vakzine immerhin noch bis zu zwölf Stunden.

Das Tübinger Unternehmen Curevac, das ebenfalls einen mRNA-Impfstoff entwickelt hat, konnte zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben machen, in welcher Form CVnCoV an die Impfzentren ausgeliefert werden soll und welche Schritte noch erforderlich sein könnten. Die Vakzine soll bei normaler Kühlschranktemperatur drei Monate haltbar sein. Bei Raumtemperatur soll der gebrauchsfertige Impfstoff bis zu 24 Stunden stabil sein.

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