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Gedächtnis
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Das Rätsel der sogenannten Super-Ager

Was unterscheidet ältere Menschen mit Topgedächtnis – sogenannte Super-Ager – von Gleichaltrigen mit durchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten? An den eingenommenen Medikamenten liegt es offenbar nicht.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 20.07.2023  12:00 Uhr

Wer im Alter über 80 Jahren ein ebenso gutes episodisches Gedächtnis hat, wie ein 50- bis 65-Jähriger oder diesbezüglich sogar noch leistungsfähiger ist, gilt als Super-Ager. Was machen diese geistigen Überflieger anders? Liegt es an bestimmten Medikamenten, die sie einnehmen oder eben nicht? Das wollte eine Arbeitsgruppe der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago herausfinden. Sie analysierten die Medikationslisten von 142 Personen im Alter über 80 Jahren. 96 von ihnen waren als Super-Ager eingestuft. 46 Senioren im gleichen Alter mit durchschnittlichen geistigen Fähigkeiten bildeten die Kontrollgruppe.

Weder bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten wie ASS, ACE-Hemmer/Sartane, Statine, Diuretika, Benzodiazepine oder Metformin, noch bei den frei verkäuflichen Arzneimitteln wie Vitamin D fanden sich signifikante Unterschiede bei der Einnahme. Die Forscher vermuten, dass beim Rätsel der Super-Ager psychosoziale Faktoren und eine langsamer voranschreitende Gehirnatrophie größeren Einfluss haben. Medikamente, die sich auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken können, finden sich in der Priscus- und der Beers-Liste.

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