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Subakuter Husten
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Das sind die »Red Flags«

Als subakuten Husten bezeichnen Mediziner einen Husten, der mehr als drei, aber maximal acht Wochen lang anhält. Patienten, die mit solch einem Husten in die Apotheke kommen, sind meist genervt, auch von ihrem Arzt, der ihnen einfach kein Antibiotikum verschreiben wollte. Das ist aber in den seltensten Fällen nötig.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 02.05.2025  13:00 Uhr

In der Regel handelt es sich beim subakuten Husten um die Überreste eines viral bedingten Atemwegsinfektes. Eine weiterführende Diagnostik ist meistens nicht notwendig, so die Autoren der entsprechenden DEGAM-Leitlinie. Es gibt aber Ausnahmen. Dazu zählen folgende während eines subakuten Hustens auftretenden sogenannten »Red Flags«:

  • ein pfeifendes Geräusch beim Einatmen, ein sogenannter Stridor;
  • Atemnot, Kurzatmigkeit und eine erhöhte Atemfrequenz;
  • ein neu aufgetretener deutlicher Abfall der Sauerstoffsättigung;
  • ein beschleunigter Herzschlag;
  • Schmerzen im Brustkorb;
  • blutiger oder schaumiger Auswurf;
  • eine nicht lange zurückliegende Verletzung des Brustkorbs;
  • das Einatmen von Rauchgas oder reizenden Substanzen;
  • eine schwere Immunsuppression, zum Beispiel verursacht durch einen schlecht eingestellten Diabetes;
  • Gebrechlichkeit.

PTA können Patienten mit subakutem Husten ohne Red Flags über die Hartnäckigkeit von Husten nach viralen Infektionen aufklären und Medikamente zur Selbstmedikation anbieten. Dauert ein Husten länger als acht Wochen an, sollten Betroffene erneut ihren Arzt aufsuchen. Er entscheidet, ob eine weiterführende Diagnostik erforderlich ist.

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