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Das Wichtigste zu Schwangerschaftstests

Ein Strich oder zwei? Es ist wohl mit einer der spannendsten Momente im Leben einer Frau, wenn sie erfährt, ob sie schwanger ist oder nicht. Und genau deshalb ist es auch ein beratungsintensives Thema in der Apotheke. Hier alles rund ums Thema Schwangerschaftstests.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 08.04.2025  08:00 Uhr

Was wird im Test gemessen?

  • humanes Choriongonadotropin (hCG), genauer die spezifischen Beta-Untereinheit (β-hCG) 
  • Plazenta bildet hCG nach Einnistung befruchteter Eizelle
  • Blutwert bei Nicht-Schwangeren im gebärfähigen Alter: < 4 U/l; in der ersten Schwangerschaftswoche: zwischen 5 und 50 U/l, danach verdoppelt sich der Wert alle zwei Tage
  • hCG-Wert im Urin deutlich geringer; neun Tage nach Empfängnis etwa zwischen 1 und 5 U/l , an Tag 14 zwischen 50 und 140 U/l
  • Selbsttests messen in der Regel hCG-Konzentration im Urin; inzwischen sind jedoch auch einige Bluttests im Handel.

Wann können sich Frauen testen?

  • Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr und Ausbleiben der Periode oder anderen Anzeichen für eine Schwangerschaft wie Übelkeit, Müdigkeit, Völlegefühl, Blähungen oder Spannungsgefühl in den Brüsten.
  • Wenn sich Frauen trotz Verhütung Sorgen machen, dass sie schwanger sein könnten.

Welche Unterschiede haben die Urintests?

Klassische Tests zeigen eine Schwangerschaft ab dem Ausbleiben der Periode, also etwa 14 Tage nach dem Eisprung, an. Ihre Empfindlichkeit liegt je nach Hersteller bei 20 bis 25 U/l (wie Zyklotest®, Clearblue Schwangerschaftstest Schnelle Erkennung, Kade® Schwangerschaftstest).

Früh- oder Pretests können bis zu sechs Tage vor der erwarteten Periode angewendet werden und fallen ab einer hCG-Konzentration von 10 U/l positiv aus (wie Testamed® Schwangerschafts Frühtest oder Clearblue Schwangerschaftstest Schnelle Erkennung).

Falsch negativ

  • Ab Fälligkeit der Periode sind Schwangerschaftstests – auch Frühtests – zu 99 Prozent sicher (hCG-Wert im Urin von etwa 100 U/l).
  • Wer sechs Tage vor der Fälligkeit der Periode testet, hat nach Herstellerangaben eine Sicherheit von etwa 78 Prozent.
  • Ein negatives Ergebnis vor Fälligkeit der Periode schließt eine Schwangerschaft nicht sicher aus, da möglicherweise noch nicht genügend hCG im Urin vorhanden ist. Bleibt die Periode aus, kann ein weiterer Test sinnvoll sein.

Selten falsch positiv

Eine Schwangerschaft besteht auch bei einem blassen oder sehr dünnen Teststrich.

Gründe für falsch positiven Test:

  • kürzliche Geburt eines Kindes
  • Schwangerschaft mit unbemerkter, früher Fehlgeburt
  • Eileiterschwangerschaft oder Blasenmole
  • Medikamente einer Fruchtbarkeitsbehandlung wie Ovitrelle®, Pregnyl®
  • Erkrankungen wie Zysten an den Eierstöcken, Nierenerkrankungen, einige Krebserkrankungen und Störungen des Hormonhaushaltes

Ungültiges Testergebnis

Färbt sich die Kontrollzone nicht, war zu wenig Flüssigkeit auf den Teststreifen. Der Test ist ungültig.

Immer morgens testen?

  • Nach Fälligkeit der Periode ist die Hormonkonzentration im Urin zu jeder Uhrzeit ausreichend hoch, es ist egal zu welcher Tageszeit getestet wird.
  • Bei einem Frühtest den Morgenurin nehmen, da hier die hCG-Werte am höchsten sind.

Bluttest für zu Hause

  • Können je nach Produkt sieben bis zehn Tage nach der vermuteten Empfängnis durchgeführt werden, da hCG-Anstieg im Blut bereits früher nachweisbar ist.
  • Je nach Hersteller positives Ergebnis ab 10 oder 25 U/l hCG im Blut, Genauigkeit bis zu 98 Prozent
  • Blut wird mithilfe einer mitgelieferten Lanzette aus der Fingerkuppe entnommen
  • Bisher nur wenige Anbieter auf dem Markt (wie First To Know®, Siegmund care Schwangerschaft oder Patris Health® Schwangerschafts-Bluttest). Es liegen keine offiziellen Einschätzungen zu diesen Produkten vor.
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