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Den Unterschied beachten
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Demenz oder Alzheimer?

Demenz bezeichnet als Oberbegriff verschiedene Krankheiten, die mit einem Verlust der kognitiven Funktionen einhergehen. Alzheimer ist eine Form der Demenz. Das zu unterscheiden, ist wichtig, schreibt die »Alzheimer Forschung Initiative« in einer Pressemitteilung.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 15.05.2025  16:00 Uhr

Im Verständnis der Allgemeinheit würden Demenz und Alzheimer oft gleichgesetzt. Dabei sei »Demenz« aus medizinischer Sicht keine eigenständige Krankheit, sondern ein sogenanntes Syndrom – also eine Kombination verschiedener Symptome, so die Initiative. Dieses Syndrom setzt sich aus einer Beeinträchtigung geistiger Fähigkeiten auf verschiedenen Ebenen zusammen: Kognitive Funktionen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Denken und Sprache lassen nach. Bei vielen Betroffenen leidet auch Motorik, Sozialverhalten und Persönlichkeit.

Hingegen sei Alzheimer eine Form der Demenz, so die »Alzheimer Forschung Initiative«, und zwar mit zwei Dritteln aller Demenzfälle die häufigste. Wer daran erkrankt, verliert nach und nach sein Denk- und Erinnerungsvermögen, aber auch die Orientierung in Raum und Zeit. Im Gegensatz dazu leiden bei Menschen mit Frontotemporaler Demenz vor allem Sprache, Sozialverhalten und Persönlichkeit. Bei der Lewy-Körper-Demenz nehmen Halluzinationen, Verwirrtheit und motorische Symptome den größten Raum ein.

Um die exakte Diagnose stellen zu können, ist es deshalb wichtig, genau zu wissen, um welche Demenzform es sich handelt. Das helfe auch Angehörigen und Verwandten, sich besser darauf einstellen zu können, was im Alltag mit den Betroffenen helfe.

Die Alzheimer Forschung Initiative bietet eine Broschüre für weiterführende Informationen: »Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen« kann kostenfrei bestellt werden unter 0211  86 20 66 0 oder über www.alzheimer-forschung.de/demenzen/.

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