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Welt-Parkinson-Tag
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Diabetes erhöht das Parkinson-Risiko

Patienten mit Diabetes mellitus erkranken mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an Morbus Parkinson als stoffwechselgesunde Personen, informiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April 2026.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 11.04.2026  16:00 Uhr

Bereits eine 2023 publizierte Metaanalyse mit insgesamt 29,9 Millionen Teilnehmenden zeigte, dass Diabetes mellitus mit einem um etwa 27 Prozent erhöhten relativen Risiko für Morbus Parkinson assoziiert ist. Selbst bei Prädiabetes ließ sich ein kleiner, aber messbarer Risikoanstieg nachweisen, heißt es in der Pressemitteilung der DDG.

Damit gilt: »Diabetes-Prävention ist letztlich auch Parkinson-Prävention«, betonte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Professor Dr. Daniela Berg. »Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie viel versteckten Zucker und ungesunde Fette sie täglich aufnehmen – etwa über Fast Food oder Softdrinks«, so Berg. Eine dauerhaft erhöhte Energiezufuhr mit viel Zucker und fettreicher, stark verarbeiteter Kost begünstigt Übergewicht und Typ-2-Diabetes – und damit möglicherweise auch Parkinson.

Doch wie lässt sich dieser Zusammenhang erklären? Neben dem demografischen Wandel und Umweltfaktoren scheint die Ernährung eine zentrale Rolle zu spielen und über die sogenannte Darm-Hirn-Achse Einfluss auf neurodegenerative Prozesse im Gehirn zu nehmen. Studien deuten darauf hin, dass fehlgefaltetes Alpha Synuclein, ein zentrales Protein in der Parkinson-Pathologie, im Darm entstehen und sich von dort über den Vagusnerv ins Gehirn ausbreiten kann. Dort trägt das potenziell neurotoxische Protein zum Untergang dopaminerger Nervenzellen in der Substantia nigra bei. Zudem gelten Veränderungen des Darmmikrobioms sowie chronische Verstopfung als mögliche Frühzeichen der Erkrankung und treten häufig bereits Jahre vor dem Auftreten motorischer Symptome auf.

Eine mediterrane Ernährung ist laut Pressemitteilung mit einem geringeren Parkinson-Risiko sowie einer niedrigeren Symptomlast bei bereits Erkrankten assoziiert. Diese Ernährungsform basiert auf viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Olivenöl und Fisch und schützt zudem vor der Entstehung eines Diabetes mellitus.

Nach Angaben der DDG leben in Deutschland derzeit etwa 9,3 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus. Jährlich kommen rund 450.000 Neuerkrankungen hinzu; bis 2040 könnte die Zahl der Betroffenen auf etwa 12,3 Millionen steigen. Damit dürfte perspektivisch auch die Zahl der Menschen mit Morbus Parkinson weiter zunehmen.

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