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Pandemiebekämpfung
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Die Corona-Warn-App ist da

Es ist soweit: Im Kampf gegen das Coronavirus steht seit heute die staatliche Warn-App zum Download bereit. »Sie herunterzuladen und zu nutzen, ist ein kleiner Schritt für jeden von uns, aber ein großer Schritt für die Pandemiebekämpfung«, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) heute in Berlin. Sie sei nicht die erste Corona-App weltweit, aber die beste.
AutorKontaktdpa/Katja Egermeier
Datum 16.06.2020  15:30 Uhr
»Zero Rating« von allen Mobilfunk-Betreibern

»Zero Rating« von allen Mobilfunk-Betreibern

Die Mobilfunk-Betreiber in Deutschland werden ihren Kunden keinen Datenverkehr berechnen, der durch die neue Corona-Warn-App entsteht. Auch das kündigte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Timotheus Höttges, heute bei der Vorstellung der Tracing-App in Berlin an. Dieses »Zero Rating« werde nicht nur von der Telekom, sondern von allen Providern praktiziert.

Über Ländergrenzen hinweg

Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen. Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU-Kommission heute mitteilte. Dabei sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Deutschland, das seine Corona-Warn-App heute startete, sind das rund 15 andere EU-Länder, sowie Liechtenstein und Norwegen. Davon hat bislang allerdings nur ein kleiner Anteil seine Apps gestartet.

Nach Angaben der EU-Kommission haben sich die teilnehmenden Länder auf eine Reihe technischer Details geeinigt. Die französische und die ungarische App sind nicht dabei, weil sie die gesammelten Daten zentral auf einem Server speichern und nicht dezentral auf den Handys. Andere Länder haben sich dagegen entschieden, eine App zur Kontaktverfolgung einzusetzen, oder haben diese Entscheidung noch nicht getroffen.

EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton betonte: »Nun, da wir uns der Reisesaison nähern, ist es wichtig, sicherzustellen, dass Europäer die App ihres eigenen Landes benutzen können, wohin auch immer sie in der EU reisen.«

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