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Die gefährlichen Corona-Tipps der Prominenten

In der Corona-Krise steigt einer Studie zufolge die Nachfrage nach unerprobten und möglicherweise sogar gefährlichen Medikamenten, sobald diese von prominenten Menschen empfohlen werden. Das gilt auch für andere wenig probate Mittel und Methoden zur Bekämpfung des Coronavirus.
AutorKontaktPZ/dpa
Datum 29.04.2020  17:00 Uhr
UV-Licht und gespritztes Desinfektionsmittel 

UV-Licht und gespritztes Desinfektionsmittel 

Vor wenigen Tagen ermunterte Trump Forscher zudem dazu, im Kampf gegen SARS-CoV-2 zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen, nachdem ein Regierungsexperte erklärt hatte, dass Bleich- und Desinfektionsmittel den Erreger zum Beispiel auf trockenen metallischen Flächen rasch abtöteten.

Auch wenn der US-Präsident am darauffolgenden Tag seine Aussage als Sarkasmus darstellte und die Richtlinien für den Gebrauch von Haushaltsreinigern twitterte – wie unverantwortlich ein solcher Vorschlag sein kann, zeigte im Anschluss die Leiterin des Illinois Department of Public Health, Dr. Ngozi Ezike, bei einer Pressekonferenz. Die Anrufe bei der Giftnotrufzentrale ihres Amtes seien deutlich angestiegen. Patienten hätten Wasch- und Reinigungsmittel als Nasenspülung verwendet oder mit Reinigungsmitteln oder starken Bleichmitteln gegurgelt, um Covid-19 zu heilen.

Auch das Unternehmen Reckitt Benckiser, das die in den USA bekannten Desinfektionsmittel-Marken Lysol® und Dettol® vertreibt und in Deutschland zum Beispiel durch die Marke Sagrotan® bekannt ist, sah sich zu schnellem Handeln verpflichtet. Es stellte unmissverständlich klar: »Unsere Desinfektionsmittel dürfen unter keinen Umständen in den menschlichen Körper gelangen, etwa durch Injektion, Einnahme oder auf anderem Wege.«

Neben der Desinfektionsmittel-Injektion spekulierte Trump vergangenen Donnerstag noch über einen weiteren Therapieansatz. Nachdem ein Experte der Regierung geschildert hatte, dass sich die Lebensdauer des Erregers bei direkter Bestrahlung mit Sonnenlicht verkürzt, sagte der US-Präsident. »Nehmen wir mal an, wir behandeln den Körper mit einer enormen Menge entweder ultravioletten oder einfach starken Lichts.« Dann weiter: »Mal angenommen, man könnte das Licht in den Körper bringen, was man durch die Haut oder auf andere Weise tun kann. Das ist ziemlich gewaltig.«

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