Die Wechseljahre lassen sich nicht verhindern, aber sie lassen sich positiv gestalten. / © Getty Images/Westend61
Wechseljahre, (Peri-)Menopause und alles drumherum: Das gilt oft als etwas Unangenehmes. Nach dem Motto: Da muss man durch, der Körper verändert sich eben. Und klar: Hitzewallungen, Schlafstörungen und Co. nerven einfach. Gleichzeitig laufen Job und Familie oft ungebremst weiter. Bei einigen Frauen kommt dazu, dass plötzlich Angehörige gepflegt werden müssen. Ganz schön viel also – auch emotional.
Aber sind die Wechseljahre wirklich nur ein Abschied von Jugend, Fruchtbarkeit und Faltenfreiheit? Oder können sie auch ein Aufbruch sein – und damit etwas Positives? Die Ärztin Professorin Petra Beschoner sagt: Ganz klar können sie das.
Dabei kommt es darauf an, wie wir ihnen begegnen. Da ist zum einen die Perspektive, diese Zeit nicht als Ende der Weiblichkeit zu betrachten, sondern als Beginn einer Phase ohne biologische Zwänge – frei von Menstruation, Verhütungsdruck und hormonellen Achterbahnfahrten, so die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.
Auch der Re–Frame, jugendliche Unsicherheiten gegen innere Stärke einzutauschen, stärkt das Selbstbild: Mit den Jahren wächst meist die Fähigkeit, Grenzen zu setzen und die eigenen Bedürfnisse klarer wahrzunehmen. Viele Frauen spüren, dass sich nun ein Raum für neue Projekte, Beziehungen oder Selbstverwirklichung öffnet.
Doch wie gestaltet man diese Lebensphase aktiv und selbstbestimmt? Petra Beschoner rät zu einer bewussten Reflexion. Ihr Vorschlag: der alten Lebensphase einen Abschiedsbrief und der neuen einen Willkommensbrief schreiben. Was will ich? Und was darf gehen?
Noch ein Tipp: »ein strukturierter Selbstfürsorge-Plan, der kleine Schritte für jeden Lebensbereich umfasst«, so die Ärztin. Wichtig: Er sollte realistisch in den Alltag eingebaut werden können.
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