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»So funktioniert Forschung«
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Die Hypothesen zu Hirnvenenthrombosen

Warum verursacht der Impfstoff Vaxzevria von Astrazeneca in sehr seltenen Fällen Thrombosen im Gehirn? Dazu kursieren verschiedene Hypothesen, eine eindeutige Antwort gibt es noch nicht. Die Corona-Pandemie hat solche Diskussionen in die Öffentlichkeit geholt – das Interesse ist gewaltig. Laien können dadurch dabei sein, wie sich Fachleute einem Problem nähern. Das kann spannend, aber auch verwirrend sein, wie das Vaxzevria-Beispiel zeigt.
AutorKontaktdpa
Datum 03.06.2021  10:00 Uhr

Kritik an der öffentlich geführten Debatte

Dass die Diskussion über die verschiedenen Hypothesen in der breiten Öffentlichkeit stattfindet, kann eine Chance für Laien sein, Interesse wecken und Vertrauen in die Forschung stärken. Doch auch der umgekehrte Fall ist denkbar. So hat der Immunologe Watzl einen eher kritischen Blick. «Es wird unter Experten gestritten. Das ist normal. Wissenschaftler können mehrere Hypothesen auch über längere Zeit nebeneinander stehen lassen.» Laien könnten das aber falsch verstehen und denken, dass selbst Forscher nicht mehr durchblicken. Die Diskussion solcher frühen Hypothesen sei nichts Geheimes, sagt Watzl. «Aber es bringt die Allgemeinheit nicht weiter und verunsichert im schlimmsten Fall.»

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